Forum – 7. Januar 2018

Das Aachener Ludwig Forum zeigt derzeit regierungskritische Kunst aus Russland. Wer im Putin-Regime kritische Kunst macht, braucht Mut. Denn auch Künstler sind dem staatlichen Druck ausgesetzt.

BRF-Redakteur Rudolf Kremer

BRF-Redakteur Rudolf Kremer (Bild: Achim Nelles/BRF)

Unter dem Titel „dis/order. Art and Activism in Russia since 2000“ (Aufruhr – Kunst und Aktivismus in Russland seit 2000) werden bis zum 18. Februar 35 Künstler und Gruppen in Aachen präsentiert. Einen großen Teil der Ausstellung mit rund 50 Arbeiten nehmen nach Angaben des Ludwig Forums Fotografien sowie Dokumentationsfotos- und filme von Performances ein.

Auch das berühmt gewordene Foto mit zwei sich küssenden Milizionären ist zu sehen. Das russische Kulturministerium hatte die Fotoserie der Künstlergruppe „Blue Noses“, zu der auch zwei sich küssende Ballerinen gehören, als „Schande für Russland“ bezeichnet.

Außerdem in Forum:

  • Hauchkörper als Lebenszyklus: Das Lehmbruck-Museum in Duisburg würdigt Rebecca Horn
  • Orphismus: Hack-Museum Ludwigshafen zeigt die Anfänge der Abstraktion mit Delaunay, Macke und Marc
  • Bier & Wir: Eine Ausstellung über Bier-Kultur im Aachener Centre Charlemagne.
  • Retrospektive: Das Kölner Museum Ludwig präsentiert den Popart-Künstler James Rosenquist
  • Der böse Expressionismus – Trauma und Tabu: Die Kunsthalle Bielefeld erinnert an die revolutionären Ideen von Beckmann, Dix, Lasker-Schüler, Lehmbruck und Macke
  • Schatz in XXL: Eine alte Auflage der „Description de l’Egypte“ gibt der Uni Münster Rätsel auf

Rudolf Kremer

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