Jazztime: Zum Tod von Lee Konitz

Am 15. April ist der Saxophonist Lee Konitz gestorben. Er war einer der wichtigsten Vertreter des Cool Jazz, beschritt aber auch stets neue Wege bis hin zum Free Jazz. Lee Konitz wurde 92 Jahre alt.

Lee Konitz Bild: Nic Bothum/EPA)

Lee Konitz Bild: Nic Bothum/EPA)

Es war nicht leicht, Mitte der 1940er Jahre eine eigene Sprache auf dem Altaxophon zu finden und aus dem Schatten von Charlie Parker herauszutreten. Lee Konitz, der 1927 in Chicago geboren wurde, ist es schnell gelungen. Gemeinsam mit Lennie Tristano und danach in der Miles Davis Band für“Birth of the Cool“ gelang es ihm, seinen Stil zu entwickeln, der eben nicht nur von virtuos schnellen Passagen geprägt war.

In den 1950er Jahren stand er meist auf Platz eins der Jazz Polls, begann neben seiner internationalen Solokarriere auch eine Tätigkeit als Lehrer. Lee Konitz wird mit allen Größen des Jazz zusammen arbeiten, in den USA wie in Europa. Dabei zeichnete sich sein Saxophonspiel stets durch einen feinen klaren Ton fast ohne jegliches Vibrato aus.

2018, mit 90 Jahren, brachte er mit dem Pianisten Dan Tepfer sein letztes Album heraus: „Decade“. Am 15. April ist Lee Konitz in New York an einer durch das Coronavirus ausgelösten Lungenentzündung gestorben.

Eyes
(L.Konitz)
Lee Konitz
CHEAKY REC.

317 E 32nd
(L.J.Tristano)
Lee Konitz
VERVE

Solar
(M.Davis)
Lee Konitz / Brad Mehldau / Charlie Haden / Paul Motian
ECM

I remember you
(Mercer/Scherzinger)
Lee Konitz
VERVE

Pyramid
(B.Connors)
Lee Konitz / Paul Bley / Bill Connors
I.A.I.

Body and soul
(Green)
Lee Konitz & Dan Tepfer
VERVE

Ask me now
(T.Monk)
Lee Konitz
CANDID

Hans Reul

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