Jazztime: Rückblick 2020

Auch 2020 galt es Abschied zu nehmen von einigen bedeutenden Jazzmusikern: Wir erinnern an Lyle Mays, Manu Dibango, Lee Konitz und Gary Peacock.

Mit nur 66 Jahren starb am 10. Februar der Keyboarder Lyle Mays. Als Mitglied der Pat Metheny Group schuf er in den späten 1970er und den 1980er Jahren einige der schönsten Platten des Fusion-Jazz.

Manu Dibango war über Jahrzehnte der Inbegriff des Afro-Jazz. Am 24. März ist er an den Folgen der Coronavirus-Infektion gestorben. Dibango wurde 86 Jahre alt.

Am 15. April ist der Saxophonist Lee Konitz gestorben. Er war einer der wichtigsten Vertreter des Cool Jazz, beschritt aber auch stets neue Wege bis hin zum Free Jazz. Lee Konitz wurde 92 Jahre alt.

Am 4. September starb der Bassist Gary Peacock. Er wurde 85 Jahre alt. In seinem Spiel verband er die für einen Bassisten typische Erdung mit einer Leichtigkeit des freien melodischen Abhebens. Vor allem seine zahlreichen CDs und Konzerte mit dem Trio des Pianisten Keith Jarrett machten ihn zu einem der bedeutendsten Vertreter seines Instruments.

Außerdem hören wir Auszüge aus einigen der schönsten belgischen Jazzproduktionen des Jahres 2020.

Hans Reul