Jazztime: Die geteilte Einsamkeit des Abdullah Ibrahim

An seinem Geburtstag gibt Jazz-Ikone Abdullah Ibrahim regelmäßig ein Konzert. Doch in der Pandemie ist nichts regelmäßig: Statt eines Ständchens vor Publikum hat der südafrikanische Pianist in einem abgelegenen Konzertraum sein neues Album aufgenommen: "Solotude".

AbdullahI brahim (Bild: Dr. Marina Umari)

AbdullahI brahim (Bild: Dr. Marina Umari)

Das Werk trägt den Untertitel „My Journey, My Vision“ und unterteilt sich in 20 meist kurze Titel. Doch der 87-Jährige spielt sie in einem weg, sie pulsieren wie ein An- und Abschwellen der Gedanken, zurück, vorwärts, seitwärts.

„Solotude“ ist keine Nostalgie, sondern ein zufriedenes Innehalten eines Künstlers, der seine Geschichte noch nicht zu Ende erzählt hat.

Außerdem:

  • Auftakt zur 15. Ausgabe von „Future Sound of Jazz“
  • Dagobert Böhm im Traumland
  • Vor 50 Jahren aufgenommen: „Sahara“ von McCoy Tyner
  • Free-Bop-Stopp unter der Schnellstraße: Tony Malaby’s Sabino
  • Fábio Brum: Neun Trompeten weit zwischen Klassik und Jazz
  • Neu aufgelegt: „Sunbird“ (1979) von Gordon Beck

Markus Will