Jazztime: Das beglückende Spiel des Finnen Iiro Rantala

Mit 20 gründete er sein erstes Trio, Töykeät, und spielte mit ihm in 15 Jahren acht Alben ein. Dann der Ausflug in die Klassik, er komponierte die Sinfonie "Tapiola Sinfonietta – Concerto for Piano and Concerto in G#ΔA". Es folgte ein neues Trio, doch der größte Erfolg kam 2011, als er sein Soloalbum "Lost Heroes" herausbrachte.

Iiro Rantala (Bild: Varvara Smirnova)

Iiro Rantala (Bild: Varvara Smirnova)

„Lost Heroes“ stieg in die finnischen Charts und gewann einen Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Danach wechselte er zwischen Jazz und Klassik hin und her: Er improvisierte über Johann Sebastian Bach, spielte Bach, Bernstein und Lennon in der Kammerphilharmonie Bremen, hat zwischendurch Jazzstandards humorvoll dekonstruiert, uraufführte 2018 seine eigene Oper „Pikaparantola (Sanatorio Express)“ und reinterpretierte 2020 George Gershwin in einem ganz anderen Verständnis als Kollegen vor ihm.

Iiro Rantala hat sich seinen Platz erspielt mit einem berauschend glückseligen Ton der feinfingrigen Überwältigung. Und das zeigt er auch auf seinem neuen Live-Album „Potsdam“.

Außerdem:

  • Math-Jazz aus Zürich von District Five
  • Der Akkordeonist Vincent Peirani mit neuem Album „Jokers“
  • Gipfeltreffen der schönen süßen Jugend: „The Gallery Concert“ von Jakob Manz & Johanna Summer
  • „Heteroklite Lockdown“, das beeindruckende Pandemie-Album des großen Kontrabassisten Henri Texier – im Trio mit seinem Sohn Sebastien (Saxofon) und Drummer Gautier Garrigue

Storyline
(D.Five)
District Five
A Tree in a Field Records

Toxic Blood
(D.Five)
District Five
A Tree in a Field Records

Salsa Fake
(V.Peirani)
Vincent Peirani
ACT

The Return of Mohammed
(E.Svensson)
Jakob Manz & Johanna Summer
ACT

Freedom
(I.Rantala)
Iiro Rantala
ACT

Twentytwentyone
(I.Rantala)
Iiro Rantala
ACT

Time for Rag
(I.Rantala)
Iiro Rantala
ACT

Bésame Mucho
(C.Velázquez)
Henri Texier
Label Bleu

How Insensitive
(A.C.Jobim)
Andreas Schulz & Circle Blue
Timezone Records

Markus Will