Jazztime: Klassiker von morgen – das Duett-Album von Melody Gardot & Philippe Powell

Poetischen Zauber, den weiß Melody Gardot seit jeher zu verbreiten. Und sie macht es immer anders, auch diesmal. Auf ihrem sechsten Album "Entre eux deux" ist sie sparsam wie nie, verzichtet sogar aufs Klavierspiel – und hat sich dafür Verstärkung geholt.

Melody Gardot & Philippe Baden Powell (Bild: Decca)

Melody Gardot & Philippe Baden Powell (Bild: Decca)

Pianist Philippe Powell, Sohn der brasilianischen Gitarrenlegende Baden Powell, hat sich für die feinfühlige Zusammenarbeit mit der amerikanischen Star-Sängerin und Komponistin für zwei Wochen in ein Studio in New York zurückgezogen.

Eine intensive Zeit, in der die musikalischen Aktionen und Reaktionen bald wie von selbst abliefen. „Entre eux deux“ vertont das aufeinander Zugehen zweier Individuen mit allerfeinsten Antennen und klingt dabei wie eine Neueinspielung von Klassikern, die seit Jahrzehnten gereift sind.

Außerdem:

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Markus Will