Jazztime: Im Strandgut der Stile – „Tides“ von Jochen Roß

Die Mandoline ist kein exotisches Instrument, aber doch eines, das eher am Rande aufspielt. Ganz und gar ungewöhnlich sind Alben, auf denen Mandolinen die erste Geige spielen und ihre Spieler als Band-Leader agieren.

Jochen Roß (Bild: Kaupo Kikkas)

Jochen Roß (Bild: Kaupo Kikkas)

Einzigartig ist „Tides“: Der Hamburger Jochen Roß knüpft darauf eine Kette von Kompositionen, die von der Weltmusik in den Jazz wechseln, von dort in den Pop und dann in die Klassik. Ein Kessel Buntes? Nein, ein Zyklus von Ab- und Wiederkehr in einem Meer von gemeinsamem Klang.

Außerdem:

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Markus Will