Jazztime: Auftakt einer Trilogie – „Spirit One: Clarity“ von Fabrice Alleman

Fünf Jahre nach seinem semiklassischen Großakt "Udiverse" mit dem Orchestre de chambre de Liège und dem Ensemble Quartz macht sich der Saxofonist, Klarinettist und Flötist Fabrice Alleman zu einem neuen Großwerk auf.

Fabrice Alleman (Bild: Igloo Records)

Fabrice Alleman (Bild: Igloo Records)

„Spirit One: Clarity“ ist eine auf drei Alben angelegte Seelenreise zum Jazz, wie sie der Komponist und Multiinstrumentalist aus dem belgischen Mons für sich selbst erlebt. Dabei gedenkt er vieler Seelenverwandter, von Toots Thielemanns bis Chet Baker.

Aus der Umarmung der Klassik hat er sich dabei nicht ganz gelöst, auf zwei Stücken hat er das Budapest Scoring Orchestra hinzugezogen, das auch schon von Künstlern wie Stevie Wonder, Michael Bublé, Al Jarreau und vielen mehr gebucht wurde. Auch Philip Catherine, Armando Luongo und Michel Seba sind als Gastmusiker dabei.

„Spirit One: Clarity“ gehört in der Leichtigkeit, die Fabrice Alleman seinem ernsten Bestreben verliehen hat, zu den Höhepunkten der Jazz-Erscheinungen aus Belgien in diesem Jahr. Die Reinheit des Spiels und die kompositorische Klarheit spenden Leuchtkraft für einen Weg der Erkenntnis. Fast deutet sich eine Pilgerreise an, bei der es ja auch nicht um den eigentlichen Weg geht, sondern um den inneren.

Außerdem:

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  • Das Trio Grande in seinem 30. Jahr: „Impertinence“
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  • Masako Ohta & Matthias Lindermayer: „MMMMH“ statt Klatschen
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Markus Will