Frédéric Maurin, künstlerischer Leiter des Orchestre National de Jazz, Saxofonist Steve Lehman und das Institut de recherche et coordination acoustique/musique (IRCAM) am Pariser Centre Pompidou haben ein Orchestermodell konzipiert, das die Möglichkeiten der Interaktion zwischen Instrumentalisten und einer Maschine in einem großen Jazzorchester erprobt.
Sie haben dafür Geräte in ihren Klangkörper integriert, die mit der sogenannten DYCI2-Umgebung entwickelt wurden. DYCI2 erforscht die kreative Dynamik improvisierter Interaktionen zwischen menschlichen und künstlichen Agenten auf drei Ebenen: über ein informiertes künstliches Hörschema, ein musikalisches Strukturentdeckungs- und Lernschema und ein verallgemeinertes Interaktions-, Wissens- und Entscheidungsdynamikschema. In diesem rechenintensiven Kompositionsprozess mit Einbindung von Improvisationen der Solisten wird der Computer in Echtzeit zu einem Generator elektronischer Orchestrationen für die Komponisten und zu einem Improvisationspartner für die Musiker.
"Ex Machina" versammelt elf Stücke, die diese Mensch-Maschine-Anordnung gemeinsam orchestriert hat, und vermittelt einen Eindruck, wohin diese Art des musikalischen Schaffens führen könnte.
Mehr zu dem Projekt erfahren Sie auf der Webseite onj.org.
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Markus Will