Alejandra Borzyk, spanisch-belgische Saxofonistin, Komponistin und Improvisationskünstlerin aus Brüssel, hat mit ihrem Quartett bodies ein kämpferisches Werk geschaffen. "Quiero Amor" – Ich will Liebe (aber auch: Ich liebe die Liebe) – heißt ihr Debütalbum.
Nach zwei EPs ("Bodies" 2023, "Fluidos" 2024) und Support-Auftritten für Nubya Garcia in der Ancienne Belgique stürmen sie jetzt in die erste Reihe: Mit Saxofon mit Effekten, Synthesizer, Bass und Schlagzeug bauen sie Klanglandschaften, die zwischen Wut und Ekstase vibrieren. "Un violador en tu camino" nennt die Realität cis-männlicher Gewalt beim Namen, "El elogio de la sombra" sucht Raum für Identität, Sexualität, Scham, Erregung.
Alejandra Borzyk sieht Improvisation als Körperkunst, als Geschwister der Erotik – ihr Quartett mit Camille-Alban Spreng (Keyboards, FX), Mateusz Malcharek (Bass) und Elie Gouleme (Drums) macht das greifbar. Ausgezeichnet im Propulsion-Programm, live beim Brussels Jazz Weekend – "Quiero Amor" ist brandaktuelle und drängend ersehnte Musik als Reparaturort – einfühlend, transformierend, voller Treibstoff aus Ärger und Verlangen.
"Quiere Amor" von Alejandra Borzyk bodies ist erschienen am 23. Januar 2026 bei Igloo Records.
Außerdem in dieser Sendung:
- Aseo Friesacher: Österreichischer Pianist mit taoistischem Trio-Album ("Wu Wei & The Art of Living", Challenge Records)
- Angelika Niescier: Altsax-Komponistin vereint mit Chicago-Sextett ("Chicago Tapes", Intakt Records)
- Klara Cloud & The Vultures: Barocke Emotionalität im polnischen Quartett ("Baroque", Double Moon Records)
- Wolfgang Lackerschmid: Intensive Brasilereien vom bayerischen Vibrafon-Meister und dem New Yorker Brazilian Trio ("Baierbaiao", Hipjazz Records)
- Melissa Aldana: Chiles Tenorsax-Star erkundet kubanische Filin-Balladen ("Filin", Blue Note)
- Pierre-Antoine Savoyat: Trompeter mit kaleidoskopischem Septett aus Brüssel ("Thousand Shades of a Clown", Challenge Records)
- Konzert-Tipp: The Bad Mouse Orchestra mit Charlotte Pelgen – Ukulele-Jazz-Swing von umwerfender Modernität – live am 14. Februar (Samstag) in Lüttich, L’An Vert
Muss ich mir anhören. Basierend jedoch auf der BRF-Beschreibung jedoch hört es sich eins zu eins nach dem momentanen femipopulistischem Zeitgeistkitsch an, der sich in einer a priori - kategorischen Opferrolle suhlt und dies zum ästhetischen Geschäftsmodell macht (was, wenn man sämtliche Statistiken zu "gender" unhalbiert unf ganz, inklusive reporting bias betrachtet, zumindest in Europa inklusive Ukraine im Jahr 2026 obszön erscheint). "Cis-männlich" schließt übrigens auch queere Männer mit ein - also etwas widersprüchlich, das Wording.