Klassikzeit: Von der Renaissance bis zur Gegenwart

Das Ensemble Graindelavoix begeistert mit Werken unbekannter englischer Komponisten des frühen 16. Jahrhunderts, Lorenzo Gatto und Julien Libeer setzen ihre Beethoven-Integrale fort, Tobias Feldmann und das Orchestre Philharmonique Royal de Liège überzeugen im Violinkonzert von Rautavaara. Unsere persönliche Top Ten herausragender belgischer CD-Produktionen des Jahres 2018

Lorenzo Gatto

Lorenzo Gatto (Archivbild: Herwig Vergult/BELGA)

Graindelavoix: The Liberation of the Gothic (Glossa) – Björn Schmelzer und sein Ensemble auf großer Entdeckungsreise mit Unbekanntem von John Browne und Thomas Ashwell. Preziosen in vorbildlicher Interpretation.

Lorenzo Gatto und Julien Libeer: Beethovens Violinsonaten Nr. 1,10 und 5 (alpha) – Nach dem großen Erfolg der ersten Beethoven-CD (Prix Caecilia, Diapason d’Or,…) setzen die beiden jungen belgischen Musiker ihre Integrale fort. Auf dieser CD auch die herrliche Frühlings-Sonate.

Renaud Capuçon und das Brussels Philharmonic: Cinema (Erato) – Schöner kann Filmmusik nicht klingen. Capuçon und das Brussels Philharmonic unter der Leitung von Stéphane Denève nehmen die Musik von Williams, Rota, Tiersen und vielen anderen ernst und schaffen Bilder im Kopf.

Nicholas Achten und Scherzi Musicali: O Penosa Lontananza von Alessandro Scarlatti (Ricercar) – Sechs bisher unbekannte Kammerkantaten in vorbildlicher Interpretation. Wieder einmal zeigt Nicholas Achten sein Multitalent als Theorbenspieler, Ensembleleiter und Bariton.

Collegium Vocale Gent: Bach-Kantaten (Phi) – Philippe Herreweghe und sein Ensemble kehren zu Bach zurück und haben nichts von der Frische der frühen Jahre verloren. Immer noch eine Referenz!

Chœur de Chambre de Namur, Capella Mediterranea, Doulce Mémoire: Motetti, Madrigali und Chansons von Jacques Arcadelt (Ricercar) – Endlich wird ein Label dem Werk Jacques Arcadelts gerecht. Der „belgische“ Komponist des 16. Jahrhunderts (franko-flämische Schule) erfährt hier seine stil- und kunstgerechte Entdeckung.

Vox Luminis: King Arthur von Purcell (Alpha) – Lionel Meunier und seine Sänger (und Musiker) können auch weltliche Musik. Ihnen gelingt eine mitreißende Aufnahme der Oper von Henry Purcell.

La Monnaie: Pinocchio von Boesmans (Cypres) – 2017 in Aix en Provence uraufgeführt, wenige Wochen später in Brüssel zur Wiedereröffnung des Opernhauses la Monnaie gespielt. Ein weiterer Meilenstein in der Karriere von Philippe Boesmans in einem herrlichen Livemitschnitt.Dazu eine über 70-minütige DVD über und mit Philippe Boesmans.

Orchestre Philharmonique Royal de Liège und Tobias Feldmann (alpha) sowie OPRL und Gary Hoffman (La dolce volta) – 2018 brachte das Lütticher Orchester zwei großartige CDs heraus. Zum einen mit dem Violinisten Tobias Feldmann und nordischen Klängen (Violinkonzerte von Sibelius und Rautavaara), sowie mit dem Cellisten Gary Hoffman in Bloch und Elgar. Zwei weitere Belege für die Qualität des Klangkörpers.

Gloria aus „Missa Ave Maria“
(T.Ashwell)
Graindelavoix
Ltg. Björn Schmelzer
GLOSSA

I. Allegro aus der Violinsonate Nr. 5 in F-Dur Op. 24 „Frühling“
(L.v.Beethoven)
Lorenzo Gatto, Violine
Julien Libeer, Klavier
ALPHA

Musik aus „Amélie Paulin“
(Y.Tiersen)
Renaud Capuçon, Violine
Brussels Philharmonique
Ltg. Stephane Deneve
ERATO

Amo si, ma sempre temo – Imagini d‘orrore
(A.Scarlatti)
Nicolas Achten, Bariton
Ortwin Lowycck, Patrizio Germone, Violine
Scherzi Musicali
Ltg. Nicolas Achten
RICERCAR

Ein feste Burg ist unser Gott BWV 80
(J.S.Bach)
Collegium Vocale Gent
Ltg. Philippe Herreweghe
PHI

O pulcherrima mulierum a 5 „Motetti“
(J.Arcadelt)
Choeur de Chambre de Namur
Ltg.Leonard Garcia Alarcon
RICERCAR

Come if you dare aus „King Arthur“
(H.Purcell)
Vox Luminis
Ltg.Lionel Meunier
ALPHA

Szene 8 aus „Pinocchio“
(P.Boesmans)
Orchestre Symphonique de la Monnaie
Ltg. Patrick Davin
CYPRES

Auszug aus dem Violinkonzert
(E.Ravtavaara)
Tobias Feldmann, Violine
Orchestre Philharmonique Royal de Liège
Ltg. Jean-Jacques Kantrow
ALPHA

Hans Reul

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