Klassikzeit: Christian Klinkenbergs zweite Oper steht vor der Uraufführung

Am 25. Oktober erlebt Christian Klinkenbergs zweite Opernkomposition ihre Uraufführung. Der Eupener Musiker hat nach dem Erstling "Das Kreuz der Verlobten" diesmal ausgehend von Texten verschiedener ostbelgischer Autoren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sein neues Werk "Der Gletscher" komponiert.

Christian Klinkenberg (Bild: OstbelgienFestival)

Christian Klinkenberg (Bild: OstbelgienFestival)

Darin stecken zwei Jahre harter Arbeit, deren Ergebnis diesmal nicht nur in Ostbelgien sondern auch in Brüssel und New York zu sehen sein wird.

Christian Klinkenberg setzt bei der Komposition ganz unterschiedliche stilistische Mittel ein. Wie in zahlreichen Klinkenberg-Kompositionen begegnen sich rockiger Groove, die Möglichkeit der Jazzimprovisation und vor allem neue Kompositionstechniken der aktuellen Musik. Besonders wichtig ist ihm der Einsatz der Mikrotonalität.

Dadurch entstehen auch ganz neue emotionale Eindrücke, denn auch die Musik entwickelt sich weiter. Nahezu Unerhörtes ist das Ergebnis, das vom elfköpfigen Ensemble und dem Sänger Jean Bermes gespielt und gesungen wird. Dabei liegt den Ausführenden eine Partitur in graphischer Notation vor, für die Klinkenberg eine eigene Schreibtechnik entwickelt hat.

Die Umsetzung von Marc Kirschvink kann der Besucher dann ebenfalls bei den Aufführungen mitverfolgen, aber die Projektionen während der Vorstellung des „Gletschers“ umfassen noch mehr.

Wir haben Christian Klinkenberg zu einem ausführlichen Studiogespräch eingeladen.

„Der Gletscher“ ist eine Koproduktion von arsVitha, Chudosnik Sunergia und Ostbelgienfestival. Die Aufführungstermine sind am 25. und 26. Oktober im Alten Schlachthof Eupen sowie am 31. Oktober und 1. November im Triangel St.Vith. Vier weitere Vorstellungen gibt es in Brüssel und New York.

Hans Reul

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