Klassikzeit: Adagio und Andante

Das Coronavirus hat den Lebensrhythmus vieler Menschen auf den Kopf gestellt. Hektik weicht Entschleunigung. Das bedeutet aber nicht gleich, in Lethargie zu verfallen. Ein wenig Ruhe tut gut und hilft, Energie zu tanken, aber auch die ruhigen Momente verlangen Konzentration und Selbstdisziplin. Die Musik liefert schöne Beispiele.

Belchen im Schwarzwald

Zeit für Entschleunigung!

Es ist oftmals der Ruhepol nach einem auftrumpfenden virtuosen ersten Satz oder vor dem nochmals alles fordernden Finale: das Adagio oder Andante als Mittelsatz eines Konzertes. Stiller Moment der Kontemplation. Aber jeder Musiker bestätigt: Hier ist die Herausforderung ebenso groß wie bei jeder technisch komplizierten Passage. Es gilt, die innere Spannung zu halten, um diese schönsten Momente der Kontemplation zu kreieren.

In der Klassikzeit laden wir zur Entschleunigung ein mit dem Adagio aus dem Klarinettenkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart, dem Larghetto aus dem Klavierkonzert Nr. 1 von Frédéric Chopin, der Romanze Nr. 1 für Vioine von Ludwig van Beethoven und vielen weiteren „langsamen“ Sätzen.

II.Adagio aus dem Klarinettenkonzert A-Dur KV 622
(W.A.Mozart)
Sabine Meyer, Bassettklarinette
Staatskapelle Dresden
Ltg. Hans Vonk
EMI CLASSICS

Romanze: Larghetto aus dem Klavierkonzert Nr. 1 in E-Moll Op.11
(F.Chopin)
Olli Mustonen, Klavierkonzert
San Francisco Symphony
Ltg. Herbert Blomstedt
DECCA

Romanze Nr. 2 in F-Dur Op. 50
(L.v.Beethoven-
Arthur Grumiaux, Violine
Royal Concertgebouw Orchestra
Ltg. Bernard Haitink
DECCA

Andantino aus „Rosamunde“ D. 797
(F.Schubert)
Boston Symphony Orchestra
Ltg. Sir Colin Davis
PHILIPS

Romanze in F-Moll Op. 11
(A.Dvorak)
Gil Shaham, Violine
Orpheus Chamber Orchestra
DGG

Adagio aus „Spartacus“
(A.Khachaturian)
Kirov Orchestra
Ltg. Valery Gergiev
PHILIPS

Hans Reul

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