Klassikzeit: Interview mit dem Dirigenten Lothar Koenigs

Am Donnerstag, den 22. Oktober ist in der Brüsseler Oper La Monnaie die Premiere der Oper „Die tote Stadt“ von Erich Wolfgang Korngold. Hans Reul sprach vorab darüber mit dem Dirigenten Lothar Koenigs.

Lothar Koenigs (Bild: AP Englert/La Monnaie)

Lothar Koenigs (Bild: AP Englert/La Monnaie)

Außergewöhnliche Bedingungen für eine außergewöhnliche Oper: Korngolds „Die tote Stadt“ wird vom 22. Oktober bis zum 13. November in La Monnaie gegeben.

Ursprünglich sollte es die Übernahme einer Produktion von Marius Trelinski aus der Oper Warschau sein. Aber coronabedingt wird es eine den aktuellen Vorgaben entsprechende Inszenierung geben. So wurde eine neue gekürzte und vom Orchester kleiner besetzte Fassung speziell für La Monnaie erstellt. Das heißt, die Oper wird durch Striche auf 1 Stunde 50 Minuten gekürzt, ohne Pause gegeben und die Orchesterbesetzung ist auf 59 Musiker begrenzt.

Für Lothar Koenigs zählt vor allem eines: „Wir brauchen Kultur, ohne die Kultur verarmen wir. Es ist eine Lust, wieder auf der Bühne zu sein.“ Das gesamte Team von La Monnaie setzt alles ran, dass diese Produktion aufgeführt wird. Auch die Solisten, unter anderem Marlis Petersen, Roberto Sacca und Dietrich Henschel, sind bereit, ohne Pause diese anstrengende Oper zu singen. Eine besondere Herausforderung.

Im Gespräch mit Hans Reul geht Lothar Koenigs offen auf alle Einschränkungen, spricht über die außergewöhnlichen Konditionen dieser Produktion. Aber eines ist ihm am wichtigsten: „Es muss wieder gespielt werden“.

Hans Reul