Klassikzeit: Bach in Köthen und Leipzig – Von der weltlichen zurück zur geistlichen Musik

Köthen und Leipzig waren die beiden letzten Wirkungsstätten von Johann Sebastian Bach: Während er sich in der anhaltinischen Stadt ausschließlich der weltlichen Musik zuwenden konnte, wird er als Thomaskantor in Leipzig einige seiner bedeutendsten Werke der geistlichen Musik verfassen.

Partitur von Johann Sebastian Bach

Partitur von Johann Sebastian Bach (Illustrationsbild: Peter Endig/EPA)

1717 wird Johann Sebastian Bach zum Kapellmeister in Köthen berufen. Während der folgenden sechs Jahre (bis 1723) steht die weltliche Musik im Zentrum seines Schaffens. Hier entstehen unter anderem die Brandenburgischen Konzerte, die Cello-Suiten, das Clavierbüchlein und der erste Teil des Wohltemperierten Klaviers.

In diese Zeit fällt auch ein privater Schicksalsschlag: 1720 stirbt seine erste Ehefrau Barbara, während Bach auf Reisen mit dem Herzog ist. Im Dezember 1721 heiratet Bach wieder: Anna Magdalena. Sie wird ihm dreizehn Kinder schenken, unter anderem Johann Christian und Johann Christoph. Bach hat damit insgesamt – nach Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel – vier ihm als Komponisten nachfolgende Söhne.

Bachs eigentliche Berufung bleibt aber die Kirchenmusik. So wird er 1723 Kantor an der Thomaskirche in Leipzig. Woche für Woche schreibt er hier eine Kantate (insgesamt 215), die Johannes-Passion und die Matthäus-Passion (1727) sowie über 250 Orgelstücke.

Im Café Zimmermann trifft er sich mit seinen Schülern und Freunden zum geselligen Beisammensein und Musizieren. Hier entstehen unter anderem die vier Orchestersuiten.

Zu seinen späten Meisterwerken zählen die Goldberg-Variationen (1740), das Musikalische Opfer (1747, nach einem Besuch in Potsdam bei Friedrich II, der ihm das Thema vorgab) und die Kunst der Fuge.

1. Prélude aus der Suite Nr. 1 für Solo Cello in G-Dur
(J.S.Bach)
Chamber Orchestra Of Europe
Ltg. Mischa Maisky, Solist
DGG

Concerto nach Italiänischen Gusto BWV 971
(J.S.Bach)
Benjamin Alard, Cembalo
ALPHA

3. Allegro aus dem Konzert Nr. 1 in F-Dur BWV 1046 „Brandenburgische Konzerte“
(J.S.Bach)
The English Concert
Ltg. Trevor Pinnock
ARCHIV

Prelude in C-Dur
(J.S.Bach)
Celine Frisch, Cembalo
ALPHA

Präludium und Fuge C-Dur BWV 846 aus „Wohlemperiertes Klavier (1. Buch)
(J.S.Bach)
Glenn Gould, Klavier
SONY CLASSICAL

Jesus bleibet meine Freu aus „Herz und Mund und Tag und Leben“ BWV 147
(J.S.Bach)
The Monteverdi Choir
The English Baroque Orchestra
Ltg. John Eliot Gardiner
ARCHIV

Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen – Erster Teil aus der „Matthäus-Passion“
(J.S.Bach)
Schola Cantorum Cantate Domino
Dirig.: Michaël Ghljs
Choeur et Orchestre du Collegium Vocale Gent
Ltg. Philippe Herreweghe

HARMONIA MUNDI
O Haupt voll Blut und Wunden – Zweiter Teil (Ende) aus der „Matthäus-Passion“
(J.S.Bach)
Choeur et Orchestre du Collegium Vocale Gent
Ltg. Philippe Herreweghe
HARMONIA MUNDI

2. Vivace aus der Sonate II C-Moll BWV 526
(J.S.Bach)
Bernard Foccroulle an der Silbermann Orgel in Ponitz
RICERCAR

Menuet / Badinerie aus der Suite Nr. 2 in H-Moll BWV 1067
(J.S.Bach)
Lisa Beznosiuk, Flöte
Orchestra Of The Age Of Enlightenment
Ltg. Frans Brüggen
PHILIPS

Variation I aus „Variations Goldberg“
(J.S.Bac)
Celine Frisch, Cembalo
ALPHA

Thema Regium aus „Musikalisches Opfer“ BWV 1079
(J.S.Bach)
Marc Hantaï, Querflöte
ALIA VOX

Canon perpetuus super Thema Regium aus „Musikalisches Opfer“ BWV 1079
(J.S.Bach)
Manfred Kraemer, Pablo Valetti, Vioiline
Marc Hantaï, Querflöte
Jordi Savall, Bratsche
ALIA VOX

Contrapunctus I aus „Die Kunst der Fuge“ BWV 1080
(J.S.Bach)
Hespèrion XX
Ltg. Jordi Savall
ALIA VOX

Hans Reul