Klassikzeit: Zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven

Beethoven zählt zu jenen Komponisten, die keines runden Gedenktages bedürfen, damit sie in den Konzertprogrammen auftauchen. Beethoven wird zum Glück immer gespielt. Wir sprechen in der Klassikzeit mit den Dirigenten Gergely Madaras (Orchestre Philharmonique Royal de Liège), Christopher Ward (Generalmusikdirektor des Theaters Aachen) und Dirk Kaftan (Beethoven-Orchester Bonn) über den Bonner Meister.

Ludwig van Beethoven, idealisierendes Gemälde von Joseph Karl Stieler, ca. 1820

Ludwig van Beethoven, idealisierendes Gemälde von Joseph Karl Stieler, ca. 1820

Am 17. Dezember wurde Ludwig van Beethoven ins Bonner Taufregister eingetragen. Dass Bonn Beethovens Geburtsstadt wurde, ist fast schon dem Zufall zu verdanken. Es hätte auch Mechelen (dort sind die Wurzeln der Familie Beethoven) oder Lüttich sein können, denn Ludwigs Großvater, ein Sänger, hatte auch Angebote aus diesen beiden Städten, entschied sich dann doch für die Residenzstadt am Rhein. Wer weiß, wie Ludwigs Weg bei einer anderen Entscheidung des Vorfahren verlaufen wäre.

Schon früh wurde Ludwigs Talent entdeckt und Bonn wird dem Mittzwanziger bald zu klein. Sein Lebensmittelpunkt wird ab 1792 definitiv Wien. Hier erhält er, wie ein Zitat belegt, „Mozarts Geist aus Haydns Händen“.

Neun Symphonien, fünf Klavierkonzerte, ein Violinkonzert, eine Oper, 32 Klaviersonaten, 16 Streichquartette, dazu weitere Kammermusikwerke und geistliche Musik, so lässt sich quantitativ das Werk Beethovens zusammen fassen, aber über allem steht die qualitative Leistung des Komponisten.

Beethoven revolutionierte die Musik, seine Werke sind klanggewaltig und dramatisch. Dies gilt nicht nur, aber vor allem auch für die neun Symphonien. Sie stehen im Mittelpunkt unserer Sendung.

Drei Dirigenten aus unserer Region sprechen über ihren Beethoven-Zugang. Welche Bedeutung hat Beethoven noch heute? Warum ist Beethoven immer noch der Held vieler Musiker?

I. Adagio molto – Allegro con brio aus der Symphonie Nr. 1 in C-Dur Op. 21
(L.v.Beethoven)
Gewandhausorchester
Ltg. Riccardo Chailly
DECCA

III. Allegro vivace aus der Symphonie Nr. 4 in B-Dur Op. 60
(L.v.Beethoven)
Gewandhausorchester
Ltg. Riccardo Chailly
DECCA

I. Allegro con brio aus der Symphonie Nr. 5 in C-Moll Op. 67
(L.v.Beethoven)
Gewandhausorchester
Ltg. Riccardo Chailly
DECCA

II. Andante con moto aus der Symphonie Nr. 5 in C-Moll Op. 67
(L.v.Beethoven)
Gewandhausorchester
Ltg. Riccardo Chailly
DECCA

V. Allegretto aus der Symphonie Nr. 6 in F-Dur Op. 68 “Pastorale“
(L.v.Beethoven)
Gewandhausorchester
Ltg. Riccardo Chailly
DECCA

I. Allegro ma non troppo, un poco maestoso aus der Symphonie Nr. 9 in D-Moll Op. 125
(L.v.Beethoven)
Gewandhausorchester
Ltg. Riccardo Chailly
DECCA

Hans Reul