Klassikzeit: Mozarts Wiener Jahre

Mit dem Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ eröffnete Mozart die Zeit seiner großen Meisterwerke. In der Klassikzeit lassen wir die Wiener Jahre Mozarts (1781 – 1791) Revue passieren.

Statue von Johann Strauß im Wiener Stadtpark (Bild: © Bildagentur PantherMedia / fotokenzo)

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In Wien wird Wolfgang Amadeus Mozart die Familie Weber, die er in Mannheim bei seiner Konzertreise nach Paris kennen gelernt hatte, wieder treffen. 1782 heiratet Mozart Constanze Weber. Sie wird in den nächsten Jahren mehrmals Sopransolistin in Mozarts Werken sein. So in der 1783 uraufgeführten „Großen Messe in c-moll“.

1784 kommt es zu einem ersten Treffen mit Joseph Haydn. Die beiden Komponisten freunden sich an und musizieren gemeinsam in einem Streichquartett. Da wundert es nicht, das sie sich jeweils eine Reihe von Streichquartettkompositionen widmeten.

Zwischen 1782 und 1785 wird Mozart zahlreiche Konzerte organisieren, bei denen er als Solist am Klavier zu hören ist. Dabei entstehen sowohl Sonaten als auch Konzerte. Insgesamt wird Mozart 27 Klavierkonzerte schreiben, die für den Mozart-Biographen Alfred Einstein „Krönung und Gipfel seines instrumentalen Schaffens“ darstellen.

Ende des Jahres 1785 beginnt Mozarts Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo Da Ponte. Sie werden gemeinsam drei Opern schreiben, jede ein Meisterwerk und bis heute fester Bestandteil des Repertoires: „Le Nozze di Figaro“ (1786), „Don Giovanni“ (1787) und Cosi fan tutte“ (1790).

Aber Mozart widmet sich auch weiterhin der Instrumentalmusik. Zu den populärsten Werken zählen gewiss die Serenade „Eine kleine Nachtmusik“ und die im Sommer 1788 vollendeten drei letzten Sinfonien.

Mozart wird bis zu seinem frühen Tod am 5. Dezember 1791 ununterbrochen arbeiten. Wenn man die Originalpartituren Mozarts anschaut, dann fällt auf, dass er so gut wie keine Korrekturen machen musste. Alles wurde von ihm gleich perfekt zu Papier gebracht. In seinem Todesjahr wird Mozart neben dem Singspiel „Die Zauberflöte“ und dem Klarinettenkonzert auch mit der Arbeit am „Requiem“ beginnen, das er unvollendet hinterlassen musste.

Gloria: Laudamus te / Gratias
aus „Grosse Messe“ c-Moll, K427/317a
(W.A.Mozar)
Sylvia McNair, Sopran I
Diana Montague, Sopran II
Anthony Rolfe Johnson, Tenor
Cornelius Hauptmann, Bass
Monteverdi Chor
English Baroque Soloists
Ltg.: Sir John Eliot Gardiner
Philips

1. Allegro vivace assai
aus „Jagdquartett“, Streichquartett B-dur, KV458
(W.A.Mozart)
Amadeus-Quartett
DGG

2. Andante
„Klavierkonzert Nr.21“, C-dur, K./KV467
(W.A.Mozart)
Alfred Brendel, Klavier
Academy of St. Martin-In-The-Fields
Philips

Voi che sapete
aus Arie „Le nozze di Figaro“
(W.A.Mozart)
Brigitte Fassbaender
Wiener Haydn-Orchester
Ltg.: Istvan Kertesz
Decca

Madamina, il catalogo è questo
aus „Don Giovanni“
(W.A.Mozart)
London Voices
London Philharmonic Orchestra
Ltg.: Sir Georg solti
Decca

1. Molto allegro
aus „Symphony Nr.40 in g-moll“, K.550
(W.A.Mozart)
The English Concert
Ltg.: Trevor Pinnock
Archiv

Soave sia il vento
aus 1. Akt, 2. Szene „Cosi fan tutte“
(W.A.Mozart)
Renée Fleming (Fiordiligi)
Anne Sofie von Otter (Dorabella)
Michele Pertusi (Don Alfonso)
Chamber Orchestra of Europe
Ltg.: Sir Georg Solti
Decca

Nr.3 Arie: „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“
aus 1.Akt „Die Zauberflöte“
(W.A.Mozart)
Michael Schade (Tamino)
The English Baroque Soloists
Ltg.: Sir John Eliot Gardiner
Archiv

2. Adagio
aus „Konzert für Klarinette und Orchester“ A-dur
(W.A.Mozart)
Sabine Meyer, Klarinette
Berliner Philharmoniker
Ltg.: Claudio Abbado
EMI Classics

Hans Reul