Klassikzeit: 2021: Die Jubiläen

Einen Beethoven gibt es 2021. Somit stehen gleich mehrere Komponisten in diesem Jahr mit dem Gedenken an runde Geburtstage oder Todestage im Fokus des Interesses. Von Josquin Des Prez bis Igor Strawinsky. Eine kleine Vorschau.

Igor Strawinsky mit Königin Elisabeth 1952 in Brüssel (Archivbild: Belga)

Igor Strawinsky mit Königin Elisabeth 1952 in Brüssel (Archivbild: Belga)

Vor 500 Jahren (am 27. August 1521) starb der franko-flämische Komponist. Wie nur wenige beherrschte er die Techniken der Renaissance und führte sie zu einem ersten Höhepunkt. Schon zu Lebzeiten zählte er zu den führenden Musikern.

Noch drei weitere Komponisten der Renaissance und des Frühbarocks stehen mit einem Gedenktag auf dem Kalenderblatt 2021: Michael Praetorius (geboren am 15. Februar 1571), Matthew Locke (geboren 1621) und Jan Pieterszoon Sweelinck (geboren am 16. Oktober 1621).

Am 14. Juni 1671 wurde Tomaso Albinoni geboren. Er schrieb insgesamt rund 50 Opern, unzählige Violinkonzerte und über 40 Kantaten. Heute ist ein Adagio Albinonis berühmtestes Werk. Dabei ist hier seine Autorenschaft nicht einmal gesichert.

100 Jahre später (am 11. Oktober 1771) wurde Carl Cannabich geboren. Er war einer der Hauptvertreter der Mannheimer Schule, die in der Zeit der frühen Klassik eine der bedeutendsten Strömungen war. Im Oktober 1771 starb der Violinist und Komponist der Vorklassik Johann Gottlieb Grauner.

Wilhelm Stenhammar wurde am 7. Februar 1871 in Stockholm geboren. Er ist der bedeutendste schwedische Komponist der Zeit gewesen. Schon zu Lebzeiten erhielt er höchste Anerkennung. Als Klaviervirtuose hätte er international Erfolge feiern können, bevorzugte aber das Leben in der schwedischen Heimat, wo er als Komponist vor allem im symphonischen Bereich Akzente setzte.

Wer Märchenoper denkt, dem fällt gleich Engelbert Humperdinck und „Hänsel und Gretel“ ein. Der deutsche Komponist der Romantik starb am 27.September 1921.

Camille Saint-Saëns starb am 16. Dezember 1921. Saint-Saëns schuf einige der bedeutendsten Kompositionen der französischen Musik: Die Oper „Samson et Dalila“, die Orgel-Symphonie oder auch die Klavierkonzerte zählen heute zum Repertoire.

Am 4. September 1921 wurde der argentinische Komponist Ariel Ramirez geboren. Auch er begann seine Karriere als Pianist und gastierte in jungen Jahren oft in Europa. Dann wandte er sich der Komposition zu und schuf Werke, die von südamerikanischer Folklore geprägt sind.

Vor 50 Jahren (6. April 1971) starb mit Igor Strawinsky einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Allein schon seine drei Ballette „Feuervogel“, „Petruschka“ und „Le Sacre du printemps“ haben ihn als Erneuerer der rhythmischen Kraft der Musik unsterblich gemacht.

Vor 50 Jahren (28. Dezember 1971) verstarb Max Steiner, der unter anderem mit der Musik zu „Gone with the Wind“ Filmgeschichte geschrieben hat.

Qui habiat
(J.Desprez)
Huelgas Ensemble
Ltg.: Paul Van Nevel
Sony

Adagio in g-moll
(T.Albinoni/R.Giazotto)
I Musici
Philips

Scherzo: Allegro, ma non troppo presto aus Symphonie Nr. 2 in g-moll
(W.Stenhammar)
Götheburger Symphoniker
Ltg.: Neeme Järvi
Deutsche Grammophon

Ouvertüre zu Hänsel und Gretell
(E.Humperdinck)
Bamberger Symphoniker
Ltg.: Karl Anton Rickenbacher
Virgin Clas.

Gloria (carnavalito – yaravi) aus Misa Criolla
(A.Ramirez)
José Carreras
Coral Salvé de Laredo
Sociedad Coral de Bilbao
Ltg.: José Luis Ocejo
Philips

Maestoso – Allegro – Molto – Allegro – Pesante aus Symphonie Nr. 3, c-moll op.78 „Orgel-Symphonie“
(C.Saint-Saëns)
Pierre Cochereau, Orgel
Berliner Philharmoniker
Ltg.: Herbert Von Karajan
Deutsche Grammophon

– Einleitung
– Tanz der jungen Mädchen
– Spiel der Entführung
aus Le Sacre du printemps
(I.Stavinsky)
Israel Philharmonic Orchestra
Ltg.: Leonard Bernstein
Deutsche Grammophon

Gone with the Wind
(M.Steiner)
Hollywood Bowl Orchestra
Ltg.: John Mauceri
Philips

Hans Reul