Klassikzeit: Verdis „Simon Boccanegra“ in Lüttich

Ab dem 17. Juni läuft in der Königlichen Oper der Wallonie in Lüttich die letzte Produktion der Saison 2021-22, "Simon Boccanegra" von Giuseppe Verdi, zugleich auch die letzte Opernproduktion unter der Gesamtleitung von Chefdirigentin Speranza Scappucci. Nach der Sommerpause wird bekanntlich ihr italienischer Landsmann Giampaolo Bisanti den Taktstock in Lüttich übernehmen.

Oper Lüttich (Archivbild: Lorraine Wauters/Opéra Royal de Wallonie)

Archivbild: Lorraine Wauters/Opéra Royal de Wallonie

Giuseppe Verdi komponierte die Oper „Simon Boccanegra“ im Jahr 1857, kurz nach seinen Welterfolgen „Rigoletto“, „Il Trovatore“ und „La Traviata“. Das Werk wurde vom Publikum nicht gut aufgenommen und verschwand jahrelang von den Opernbühnen. Erst 1881 wurde es von Verdi in Zusammenarbeit mit dem Librettisten Arrigo Boito komplett überarbeitet; diese 2. Fassung von „Simon Boccanegra“ – die auch in Lüttich gegeben wird – steht an der Schwelle zu Verdis letzter Schaffensperiode mit seinen wohl reifsten Opern, „Otello“ und „Falstaff“.

Patrick Lemmens