Klassikzeit: Igor Strawinsky – Zum 140. Geburtstag eines Entdeckers

Der russische Komponist Igor Strawinsky wurde am 17. Juni 1882 - also vor genau 140 Jahren - in Oranienbaum in der Nähe von Sankt Petersburg geboren. Mit seinen revolutionären Ballett-Kompositionen "Der Feuervogel", "Petruschka" und vor allem dem "Sacre du Printemps" hat er der Musikgeschichte richtungsweisende Impulse gegeben und die Musik der Moderne entscheidend mit geprägt.

Igor Strawinsky mit Königin Elisabeth 1952 in Brüssel (Archivbild: Belga)

Igor Strawinsky mit Königin Elisabeth 1952 in Brüssel (Archivbild: Belga)

Strawinsky’s Werk ist in drei Schaffensphasen gegliedert: Als junger Komponist schrieb er in einem spätromantisch-impressionistischen Stil, danach brach seine angeborene Neugier und Entdeckerfreude auch in seiner Musik durch und er schuf eine ganz neue, moderne Tonsprache, und schließlich wandte er sich in einer dritten, neoklassizistischen Periode wieder einem traditionelleren Stil zu.

Zur Zeit der bolschewistischen Revolution in Russland befand Strawinsky sich in seiner experimentellen Phase; die politischen Verhältnisse in seiner Heimat engten seinen Entdeckerdrang zu sehr ein, so dass er nach Paris auswanderte und einige Jahre später die französische Staatsbürgerschaft erhielt. 1940 zog er dann in die USA, wo er 1971 verstarb.

Begraben wurde er auf eigenen Wunsch in Venedig, ganz in der Nähe des Mannes, der seinen Weltruhm begründete, indem er ihm 1910 den Auftrag zu seiner ersten Ballettmusik, dem „Feuervogel“, gab: „Ballets Russes“-Gründer Sergei Djagilew.

Patrick Lemmens