Klassikzeit: Jon Lord und sein „Concerto for Group and Orchestra“

Am vergangenen 16. Juli jährte sich zum 10. Mal der Todestag von Jon Douglas Lord, dem ehemaligen Keyboarder der britischen Rockband Deep Purple. Dank einer klassischen Ausbildung betätigte er sich auch als Komponist, und eines seiner bekanntesten Werke ist das „Concerto for Group and Orchestra“, das 1969 in London von Deep Purple und dem Royal Philharmonic Orchestra uraufgeführt wurde.

Deep Purple

Deep Purple im April 2001: Jon Lord (Li), Roger Glover (Mi) und Ian Gillan (Re) (Bild: Indranil Mukherjee/AFP)

Die Uraufführung des dreisätzigen, über 50 Minuten dauernden Werks fand in der Royal Albert Hall statt, unter der Leitung des bekannten Dirigenten und Komponisten Sir Malcolm Arnold. Es war eines der ersten Konzerte überhaupt, bei dem eine Rockband gemeinsam mit einem großen Sinfonieorchester auftrat, wegweisend für spätere Formate wie etwa die bekannte „Night of the Proms“.

Es gibt insgesamt drei Aufnahmen des „Concerto for Group and Orchestra“: ein Live-Album der Uraufführung von 1969, den Mitschnitt eines Konzerts in London im Jahr 1999 und eine Studio-Aufnahme von 2011/2012. In der aktuellen Klassikzeit stellen wir Jon Lord und sein Concerto ausführlich vor und präsentieren jeweils einen Satz aus diesen drei Aufnahmen.

First Movement: Moderato – Allegro
(J.Lord)
Deep Purpel & Royal Philharmonic Orchestra
Harvest

Concerto for Group and Orchestra: Mov.2
(J.Lord)
Deep Purpel
The London Symphony Orchestra
Ltg.: Paul Mann
Eagle

III. Vivace – Presto
(J.Lord)
Jon Lord
Royal Liverpool Philharmonic Orchestra
Ltg. Paul Mann
Ear Music

Patrick Lemmens