Klassikzeit: Das Klavierwerk von Franz Liszt

Am 22. Oktober feierte der Komponist und Klaviervirtuose Franz Liszt Geburtstag – vor genau 211 Jahren wurde er im österreichischen Raiding geboren, das damals noch zu Ungarn gehörte. Franz Liszt ist unbestritten einer der einflussreichsten ungarischen Komponisten der Romantik.

Pianistin am Flügel

© Alena Vlad/Panthermedia

Zu Lebzeiten galt Franz Liszt als einer der besten Pianisten Europas und auch als Komponist war er äußerst produktiv: In seinen 75 Lebensjahren schrieb und bearbeitete er mehr als 1.300 Musikstücke, die meisten davon naturgemäß Klavierwerke, aber auch einige sehr richtungsweisende Kompositionen für Sinfonieorchester, wie seine zwölf sinfonischen Dichtungen sowie die Dante- und die Faust-Sinfonie.

Als Pianist entwickelte er eine neuartige Spieltechnik und wurde durch seine Virtuosität international bekannt. Obwohl er ein sehr umfangreiches Repertoire für sein eigenes Instrument hinterlassen hat, war seine Klaviermusik unter Kritikern zunächst nicht sehr hoch angesehen. Erst im 20. Jahrhundert wurde das besondere an Liszts Klavierkompositionen erkannt und gewürdigt.

In der aktuellen Klassikzeit stellen wir einige Auszüge aus Franz Liszts riesigem Repertoire für Klavier solo vor, gespielt von renommierten Pianisten wie Mikhail Pletnev, Martha Argerich oder Lilya Zilberstein.

Ungarische Rhapsodie No.6
(F.Liszt)
Martha Argerich
Deutsche Grammophon

Allegro energico
aus Sonata in h-moll S 178
(F.Liszt)
Mikhail Pletnev
Deutsche Grammophon

Saint François d’Assise: La Prédication aux oiseaux Allegretto
Aus Légendes S 175
(F.Liszt)
Lilya Zilberstein
Deutsche Grammophon

Funérailles
aus Harmonies poétiques et religieuses S 173:7
(F.Liszt)
Mikhail Pletnev
Deutsche Grammophon

Fantasie und Fuge über das Thema B-A-C-H S 529
(F.Liszt)
Lilya Zilberstein
Deutsche Grammophon

No. 1
aus Quatre Valses oubliées in Fis-dur S 215
(F.Liszt)
Lilya Zilberstein
Deutsche Grammophon

Patrick Lemmens