Klassikzeit: Von Hexen und Zauberern

Der November ist der Monat der fallenden Blätter, der Spinnweben und der Herbststürme. Seit Urzeiten hat diese Jahreszeit die Ängste der Menschen heraufbeschwört und Dunkelheit und Kälte werden assoziiert mit dem Tod, manchmal auch mit bösem Zauber.

Ausgeschnittene Ansicht einer Hexe (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia/Vadim Vasenin)

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia/Vadim Vasenin

Auch in der klassischen Musik haben Komponisten sich immer wieder von der Jahreszeit der Hexen und Zauberer inspirieren lassen. Im 19. Jahrhundert sind einige der schönsten Beispiele von Programmmusik rund um diese Themen entstanden.

Camille Saint-Saëns beschreibt in seiner „Danse Macabre“ einen Hexensabbat um Mitternacht. Bei Modest Mussorgsky tanzen dieselben Hexen in der Johannisnacht um ein Feuer auf dem mystischen kahlen Berg „Lyssaya Gora“ und Paul Dukas‘ Zauberlehrling schafft es nicht, den verzauberten Besen wieder zur Vernunft zu bringen.

Diese und andere wunderschöne Werke rund um das Thema „Hexen und Zauberer“ werden in der aktuellen Klassikzeit vorgestellt.

Danse macabre
(C.Saint-Saëns)
Kyung Wha Chung, Geige
RPO Philharmonia
Ltg.: Charles Dutoit
Decca

Night on the Bare Mountain
(M.Moussorgsky)
Wiener Philharmoniker
Ltg.: Valery Gergiev
Philips

The Sorcerer’s Apprentice
(C.Debussy)
Boston Pops Orchestra
Ltg.: Arthur Fiedler
Deutsche Grammophon

Totentanz
(F.Liszt)
Jorge Bolet, Piano
London Symphony Orchestra
Ltg.: Ivan Fischer
Decca

Songe d’une nuit du Sabbat
aus Symphonie fantastique op. 14
(H.Berlioz)
The Cleveland Chorus
Ltg.: Gareth Morell
The Cleveland Orchestra
Ltg.: Pierre Boulez
Deutsche Grammophon

Patrick Lemmens