Klassikzeit: Die Theorie des Werdens

Zwei neue Alben aus dem Hause ECM werden in der aktuellen Klassikzeit-Sendung vorgestellt. Filmmusik-Komponist Evgueni Galperines Debüt in der zeitgenössischen Musik trägt den Titel "Theory of Becoming" und Heiner Goebbels monumentales Orchesterwerk "A House of Call" füllt sogar eine Doppel-CD.

"Theory of Becoming" von Evgueni Galperine (CD-Cover: ECM)

"Theory of Becoming" von Evgueni Galperine (CD-Cover: ECM)

Der ukrainisch-russischstämmige Evgueni Galperine zog nach Studien in Kiev und Moskau schon als Jugendlicher mit seiner Familie nach Paris, wo er sich gemeinsam mit seinem Bruder Sacha als Komponist von Filmmusik einen Namen machte.

Seit 2017 arbeitete er an seinem zeitgenössischen Debütalbum – mit einer sehr speziellen Mischung von akustischen und virtuellen Instrumenten, die er mittels Computer und Elektronik verändert und dadurch spannende und sehr organische Klangwelten schafft. Diese wären mit ausschließlich „echten“ Instrumenten so nicht zu realisieren.

Das zweite Album der Sendung ist „A House of Call“ für großes Orchester, von dem deutschen Komponisten Heiner Goebbels. Er beschreibt dieses vielteilige Werk als einen Orchesterzyklus „mit Rufen, Aufrufen, Anrufungen, Beschwörungen, Gebeten, Sprechakten, Gedichten und Liedern“. Eingespielt wurde das Album vom bekannten Ensemble Modern unter der Leitung von Vimbayi Kaziboni.

"A House of Call" von Heiner Goebbels (CD-Cover: ECM)

„A House of Call“ von Heiner Goebbels (CD-Cover: ECM)

Patrick Lemmens