Klassikzeit: Orgelmusik aus Renaissance und Frühbarock

Die Renaissance war das musikalische Zeitalter, in dem viele Kirchen erstmals mit Orgeln ausgestattet wurden, und der anschließende Barock brachte eine enorme Blüte der Orgelmusik mit sich. In der aktuellen Klassikzeit präsentieren wir frühe Orgel-Kompositionen aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Orgel (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Péter Gudella)
Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Péter Gudella

Für die Orgelmusik der Renaissance sind italienische Komponisten von großer Bedeutung. Einer von ihnen ist Claudio Merulo, der im 16. Jahrhundert erster Organist am Markusdom in Venedig war, als Vorgänger des berühmten Andrea Gabrieli. Merulos Verdienst in der Orgelmusik liegt vor allem in der Entwicklung der Toccata, die er viel detaillierter und feiner ausarbeitete als seine Zeitgenossen.

Der Frühbarock situiert sich in etwa zwischen den Jahren 1600 und 1650. Die Entwicklung von der Schlichtheit der Renaissance hin zur opulenten Ausschmückung des Barock ist noch nicht komplett vollzogen, und diese Epoche hat musikalisch einige tolle Werke hervorgebracht, sowohl in Italien als auch in Deutschland und den Niederlanden.

Im Italien des frühen 17. Jahrhunderts ist vor allem Girolamo Frescobaldi erwähnenswert. Er gilt als der bedeutendste Komponist von Orgel-Toccaten nach Claudio Merulo. In Deutschland gab es eine ganze Reihe von Komponisten, die Meisterwerke für die Orgel geschaffen haben, darunter Christian Erbach, Franz Tunder und Johann Jakob Froberger.

Patrick Lemmens

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