Klassikzeit: Orchesterwerke von Max Bruch

Das sinfonische Schaffen des deutschen Komponisten Max Bruch wird oft auf sein erstes Violinkonzert reduziert – was den gebürtigen Kölner schon zu Lebzeiten frustrierte. In der aktuellen Sendung stellen wir auch andere Orchesterwerke des spätromantischen Komponisten vor.

Notenblatt
Illustrationsbild: Herbert Poczere/EPA

Max Bruch wurde 1838 geboren und verstarb 1920 in Berlin. Er war als Komponist hoch angesehen, stand aber immer im Schatten seines Freundes Johannes Brahms. Nach Bruchs Tod gerieten die meisten seiner Werke in Vergessenheit, und erst seit wenigen Jahrzehnten werden wieder mehr seiner sinfonischen Kompositionen gespielt.

Ein Grund für das Nicht-Aufführen seiner Werke ab den 1930er Jahren dürfte wohl die Tatsache sein, dass Max Bruch von den Nationalsozialisten fälschlicherweise als Jude angesehen wurde – wegen seines Cello-Konzertes mit dem Titel "Kol Nidrei“, ein Verweis auf ein jüdisches Gebet. Tatsächlich aber war Max Bruch protestantischen Glaubens.

Neben dem ersten Violinkonzert stehen in der Klassikzeit Auszüge aus den drei Sinfonien von Max Bruch auf dem Programm; außerdem stellen wir seine Schottische Fantasie für Violine und Orchester vor, die er dem spanischen Geigenvirtuosen Pablo de Sarasate gewidmet hat, sowie die Schwedischen Tänze Opus 63.

Patrick Lemmens

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