Klassikzeit: Solo-Konzerte von John Williams

"Ich mochte Filmmusik eigentlich nie“ – diese Aussage schockierte vor einigen Monaten die Welt, kam sie doch vom größten Filmmusik-Komponisten aller Zeiten, dem heute 94-jährigen John Williams. Das Schreiben von Soundtracks sei für ihn nie etwas anderes gewesen als ein "Job“.

Orchester (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / stokkete)
Illustrationsbild: © Stokkete/PantherMedia

John Williams komponierte unsterbliche Soundtracks wie „Der Weiße Hai“, „Star Wars“ oder „Indiana Jones“, dazu tiefgründige Filmmusik wie „Schindlers Liste“ und magische und mysteriöse Klänge für die drei ersten Filme der „Harry Potter“-Reihe. Keine andere lebende Person wurde öfter für einen Oscar nominiert als John Williams. Und dennoch mag er keine Filmmusik?

Laut Williams’ Aussage ist Filmmusik der klassischen Konzertmusik als Kunstform deutlich unterlegen. Darum hat er sich als Komponist ebenfalls dieser Musikgattung zugewandt und zahlreiche Fanfaren, Orchesterwerke und Instrumentalkonzerte komponiert.

Die aktuelle Klassikzeit widmet sich einer kleinen Auswahl dieser Instrumentalkonzerte, die John Williams zwischen 1969 und 2025 komponiert hat. Dabei hat er für fast alle Instrumente des Sinfonieorchesters geschrieben, dazu für Gitarre und Klavier. Mit diesen Werken gehört der „Godfather“ der Filmmusik unbestritten auch zu den großen klassischen Komponisten unserer Zeit.

Patrick Lemmens

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