Klassikzeit: Ludwig Van Beethovens Klavierkonzerte

Die Bedeutung Ludwig Van Beethovens für das Klavierrepertoire ist immens – seine 32 Klaviersonaten sind ausnahmslos richtungsweisend für die Entwicklung des Genres im 19. Jahrhundert. Gleiches gilt für seine fünf Klavierkonzerte

Wachsfigur von Ludwig van Beethoven bei Madame Tussaud's in Bangkok
Wachsfigur von Ludwig van Beethoven bei Madame Tussaud's in Bangkok (Bild: Teddybearpix/Smarterpix)

Neben den fünf "offiziellen“ Klavierkonzerten – jene mit einer eigenen Opuszahl – hat Beethoven in seiner Jugend auch ein Werk komponiert, das keine Opuszahl trägt und manchmal als das "nullte“ Konzert bezeichnet wird. Die Klavierkonzerte Nummer eins bis fünf komponierte er dann zwischen 1795 und 1809.

Die beiden ersten Klavierkonzerte sind noch dem Stil der Wiener Klassik verpflichtet, wenn Beethoven dabei auch schon deutlich eine eigene Handschrift gefunden hat. Das Konzert Nr. 1 entstand zeitlich nach dem Konzert Nr. 2 und ist größer und sinfonischer angelegt als das frühere Werk.

Das 3. Klavierkonzert nimmt eine besondere Stellung ein unter Beethovens Kompositionen in diesem Genre. Es ist das einzige Konzert in einer Moll-Tonart und auch stilistisch das in sich geschlossenste. Die Konzerte Nr. 4 und 5 bilden den Übergang zur musikalischen Epoche der Romantik und haben zahlreiche spätere Komponisten beeinflusst.

Titel Autor Interpret
I. Allegro con brio
aus
Piano Concerto No. 1 in C major Op. 15
Ludwig van Beethoven Alfred Brendel, Klavier
Wiener Philharmoniker
Ltg.: Simon Rattle
II. Adagio
aus
Concerto for Piano and Orchestra No. 2 in B-flat major Op. 19
Ludwig van Beethoven Robert Levin, Klavier
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Ltg.: John Eliot Gardiner
III. Rondo. Allegro
aus
Piano Concerto No. 3 in C minor Op. 37
Ludwig van Beethoven Mitsuko Uchida, Klavier
Royal Concertgebouw Orchestra
Ltg.: Kurt Sanderling
III. Rondo (Vivace)
aus
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur Op. 58
Ludwig van Beethoven Christian Zacharias, Klavier
Staatskapelle Dresden
Ltg.: Hans Vonk
Rondo: Allegro ma non troppo
aus
Piano Concerto No. 5 in E-flat major Op. 73
Ludwig van Beethoven Alfred Brendel, Klavier
Wiener Philharmoniker
Ltg.: Simon Rattle

Patrick Lemmens