Neben den fünf "offiziellen“ Klavierkonzerten – jene mit einer eigenen Opuszahl – hat Beethoven in seiner Jugend auch ein Werk komponiert, das keine Opuszahl trägt und manchmal als das "nullte“ Konzert bezeichnet wird. Die Klavierkonzerte Nummer eins bis fünf komponierte er dann zwischen 1795 und 1809.
Die beiden ersten Klavierkonzerte sind noch dem Stil der Wiener Klassik verpflichtet, wenn Beethoven dabei auch schon deutlich eine eigene Handschrift gefunden hat. Das Konzert Nr. 1 entstand zeitlich nach dem Konzert Nr. 2 und ist größer und sinfonischer angelegt als das frühere Werk.
Das 3. Klavierkonzert nimmt eine besondere Stellung ein unter Beethovens Kompositionen in diesem Genre. Es ist das einzige Konzert in einer Moll-Tonart und auch stilistisch das in sich geschlossenste. Die Konzerte Nr. 4 und 5 bilden den Übergang zur musikalischen Epoche der Romantik und haben zahlreiche spätere Komponisten beeinflusst.
| Titel | Autor | Interpret |
|---|---|---|
| I. Allegro con brio aus Piano Concerto No. 1 in C major Op. 15 |
Ludwig van Beethoven | Alfred Brendel, Klavier Wiener Philharmoniker Ltg.: Simon Rattle |
| II. Adagio aus Concerto for Piano and Orchestra No. 2 in B-flat major Op. 19 |
Ludwig van Beethoven | Robert Levin, Klavier Orchestre Révolutionnaire et Romantique Ltg.: John Eliot Gardiner |
| III. Rondo. Allegro aus Piano Concerto No. 3 in C minor Op. 37 |
Ludwig van Beethoven | Mitsuko Uchida, Klavier Royal Concertgebouw Orchestra Ltg.: Kurt Sanderling |
| III. Rondo (Vivace) aus Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur Op. 58 |
Ludwig van Beethoven | Christian Zacharias, Klavier Staatskapelle Dresden Ltg.: Hans Vonk |
| Rondo: Allegro ma non troppo aus Piano Concerto No. 5 in E-flat major Op. 73 |
Ludwig van Beethoven | Alfred Brendel, Klavier Wiener Philharmoniker Ltg.: Simon Rattle |
Patrick Lemmens