Klassikzeit: Geistliche Musik durch Raum und Zeit

Die aktuelle Klassikzeit präsentiert geistliche Musik aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Epochen, von einer Motette von Heinrich Schütz bis zu einer Messe eines anonymen afrikanischen Komponisten.

Das Nationalorchester bei einer Probe im Palais des Beaux Arts in Brüssel
Illustrationsbild: Benoit Doppagne/Belga

Heinrich Schütz ist der bekannteste deutsche Komponist des Frühbarock und lebte von 1585 bis 1672. Er komponierte hauptsächlich geistliche Vokalmusik mit oder ohne Instrumentalbegleitung. 1619 veröffentlichte Schütz seine erste Werksammlung in Deutschland unter dem Titel "Psalmen Davids“.

Auch Wolfgang Amadeus Mozart komponierte zahlreiche sakrale Werke, darunter einige Messen und sein berühmtes Requiem. Eine seiner geistlichen Kompositionen ist eine Vertonung des "Regina Coeli“ KV 276; die Umstände der Entstehung dieses Werks für vier Solisten, Chor und kleines Instrumentalensemble sind unbekannt, ebenso das Jahr der Komposition.

Der italienische Komponist Luigi Cherubini, ein Zeitgenosse Ludwig Van Beethovens, verbrachte während einer Schaffenskrise im Jahr 1806 ein paar Monate auf einem Landgut im belgischen Ardennenort Chimay. Im Auftrag des dortigen Kirchenchors komponierte er die prächtige Messe in f-Dur "Di Chimay“, die 2003 vom Dirigenten Riccardo Muti in München erstmals wieder aufgeführt wurde.

Patrick Lemmens

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