Klassikzeit: Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion

Wenige Tage vor Ostern gedenkt man vielerorts des Leidens und Sterbens Jesu Christi. Ein besonders feierliches Musikstück rund um die Geschehnisse am Gründonnerstag und Karfreitag ist die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach.

Stabat Mater
(Bild: Bildagentur PantherMedia)

Bachs Matthäus-Passion wurde höchstwahrscheinlich am Karfreitag des Jahres 1727 in der Thomaskirche in Leipzig zum ersten Mal aufgeführt. Es ist Johann Sebastian Bachs umfangreichste Komposition, sowohl was die Dauer als auch die Besetzung betrifft.

Für sein Meisterwerk basiert Bach sich auf die Leidensgeschichte Jesu, wie sie im Evangelium nach Matthäus aufgeschrieben ist. Der ursprüngliche Bibeltext ist in 28 Abschnitte unterteilt, und dazwischen hat der Komponist eigene Choräle und freie Dichtungen eingefügt, um die Zuhörer besser in das Geschehen einzubinden.

Die Matthäus-Passion enthält zwei große Teile; der erste, kürzere Teil behandelt die Verschwörung der Hohepriester, das letzte Abendmahl und die Gefangennahme Jesu im Garten Gethsemane, während der längere zweite Teil das Verhör Jesu, die Verurteilung durch Pontius Pilatus, die Kreuzigung und den Tod Jesu sowie das Begräbnis umfaßt.

Patrick Lemmens

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