Klassikzeit: Von Bridge zu Britten

Frank Bridge ist hierzulande vielleicht nicht allzu bekannt, dennoch gehört er zu den wichtigsten englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Um einiges bekannter ist da schon sein Schüler Benjamin Britten, der 1976 wegen seiner Verdienste um die englische Musik von der Queen geadelt wurde.

Telefonzelle in London vor Big Ben
Illustrationsbild: Smarterpix

Frank Bridge wurde 1879 im südenglischen Brighton geboren. Neben seiner Laufbahn als Bratschist war er vor allem Dirigent und verlegte erst später den Schwerpunkt seines Schaffens auf das Komponieren. Die Anzahl seiner Werke ist überschaubar, trotzdem gehört er zu jenen Komponisten, die die englische Musik aus der Spätromantik in die Moderne führten.

Benjamin Britten (Jahrgang 1913) erhielt schon während seiner Schulzeit Klavier- und Bratschenunterricht von Frank Bridge, der für ihn ein wichtiger Mentor war. Mit 8 Jahren schrieb Britten seine ersten Kompositionen, und auch hier war Bridge ein wichtiger Wegbegleiter, denn von ihm lernte Britten, alles Unwichtige in der Musik wegzulassen und sich auf das Essentielle zu konzentrieren.

Aus Dankbarkeit widmete Britten seinem Lehrer später die "Variationen über ein Thema von Frank Bridge“. Britten komponierte viele Werke für Singstimmen, sei es für Solisten mit Ensemble- oder Orchesterbegleitung, sei es für großangelegte Chorbesetzungen. Auch die Ausbildung der Jugend lag ihm sehr am Herzen – einige seiner Werke wurden speziell für Kinder oder Jugendliche geschrieben.

Patrick Lemmens

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