Klassikzeit: Eine Weltpremiere in Lüttich: Benoît Merniers Oper "Bartleby"

Das hat es seit mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr gegeben - die Uraufführung einer neuen Oper an der Königlichen Oper der Wallonie in Lüttich. Auf dem Programm steht "Bartleby" des belgischen Komponisten Benoît Mernier, geleitet von der amerikanischen Dirigentin Karen Kamensek.

Bild: J-Berger_ORW-Liège
Bild: J-Berger_ORW-Liège

"Bartleby" ist eine neue Auftragskomposition der Lütticher Oper; der aus Bastogne stammende Benoît Mernier basiert sich in diesem Werk auf die Erzählung "Bartleby der Schreiber" des amerikanischen Schriftstellers Herman Melville, des Verfassers des Romans "Moby Dick". Gemeinsam mit Regisseur Vincent Boussard bringt Mernier die tragische Geschichte eines von der Gesellschaft entfremdeten Büroangestellten auf die Bühne.

Die Königliche Oper der Wallonie kombiniert die neue Produktion mit der Kurzoper "La Voix Humaine" von Francis Poulenc aus dem Jahr 1959. Dieses Werk kommt mit einer einzigen Hauptdarstellerin aus, einer Frau, die mit ihrem Ehemann telefoniert. In diesem Telefongespräch erfährt sie, dass ihr Mann, den man in der Oper weder sieht noch hört, sich von ihr trennen will.

Sowohl "Bartleby" als auch "La Voix Humaine" stehen in Lüttich unter der Gesamtleitung der Dirigentin Karen Kamensek, einer Spezialistin für zeitgenössische Musik, die schon einige Uraufführungen moderner Werke dirigiert hat, unter anderem von Komponist Philip Glass. Im Interview mit Karen Kamensek und mit Benoît Mernier erfahren wir Interessantes und Wissenswertes rund um die neue Lütticher Opernproduktion.

Patrick Lemmens

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