Am 12. März fand im Beisein von König Philippe und Königin Mathilde das traditionelle Frühjahrskonzert im Palast statt. In diesem Jahr wurde das Konzert gestaltet durch drei Vollblut-Musiker, die ihrem noch relativ jungem Ensemble den Namen "Fratres Trio" gegeben haben.
Das "Fratres Trio" besteht neben dem Pianisten Florian Noack aus dem Violinisten Fedor Rudin und dem Saxophonisten Guerino Bellarosa – allesamt Musiker von internationalem Rang und Namen. Und genauso abwechslungsreich wie die Besetzung des Trios war auch das Programm, das die drei dem begeisterten Publikum dargeboten haben, von Bach über Liszt und Ravel bis hin zu Duke Ellington und George Gershwin.
Ein ganz besonderes Element bei diesem Konzert war die Verwendung des einzigen verbliebenen Original-Exemplars eines sogenannten "Luthéal-Klaviers", einer mechanischen Einrichtung, die den Klang eines Flügels derart verändert, dass er wie eine Harfe oder ein Cimbalom klingt. Das "Luthéal-Klavier" ist eine Erfindung des Belgiers George Cloetens aus dem Jahr 1919, und das letzte erhaltene Instrument dieser Art wurde speziell für das Frühjahrskonzert vom Musikinstrumenten-Museum in Brüssel zur Verfügung gestellt.
Patrick Lemmens