Wie wir alle wissen, wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts der tschechische Komponist Antonín Dvořák nach New York gerufen, um dort für die Amerikaner eine typisch amerikanische Konzertmusik zu entwickeln. Ein Produkt dieses Aufenthalts ist unter anderem die Sinfonie Nr. 9 "Aus der Neuen Welt".
Dabei hatte die "Neue Welt" durchaus auch damals schon ihre eigenen Komponisten, die die leeren Seiten der amerikanischen Klassik mit ihren eigenen Worten beziehungsweise Noten füllten. Einer der ersten war der 1874 geborene Charles Ives, Sohn eines Armee-Kapellmeisters und experimentierfreudigster Komponist unter seinen Zeitgenossen - und gerade darum zu Lebzeiten nicht sonderlich populär.
In den Jahrzehnten nach Ives wurden in den USA zahlreiche Komponisten geboren, die nicht selten in Europa studierten und dann in die Heimat zurückkehrten, um dort "amerikanische" Musik zu schreiben. Der bekannteste unter ihnen ist sicherlich Aaron Copland, Sohn litauischer Einwanderer und einer der bedeutendsten amerikanischen Komponisten der Moderne.
| Titel | Autor | Interpret |
|---|---|---|
| Overture To „Candide“ | Leonard Bernstein | Los Angeles Philharmonic Orchestra Ltg.: Leonard Bernstein |
| Putnam’s Camp, Redding, Connetcticut | Charles Ives | The Cleveland Orchestra Ltg.: Christoph Von Dohnányi |
| Piano Sonata | Aaron Copland | Peter Lawson |
| Violin Concerto, Op. 14 | Samuel Barber | Boston Symphony Orchestra Ltg.: Samuel Barber |
| American Festival Overture | William Schuman | Los Angeles Philharmonic Orchestra Ltg.: Leonard Bernstein |
| The Girl aus Utah | Jerome Kern | National Philharmonic Orchestra Ltg.: John Mcglinn |
| Prayer & Cathedral Vision | Hoagy Carmichael | Indianapolis Symphony Orchestra Ltg.: Raymond Leppard |
| Fanfare For The Common Man | Aaron Copland | The London Philharmonic Ltg.: Carl David |
Patrick Lemmens