Antonio Vivaldis mit Abstand bekannteste Komposition sind die "Vier Jahreszeiten", vier eigenständige Violinkonzerte, die den Ablauf der Jahreszeiten musikalisch beschreiben. Aber diese vier Solo-Konzerte sind bei weitem nicht Vivaldis einzige Kompositionen für ein Solo-Instrument mit Orchesterbegleitung.
Insgesamt hat der 1678 in Venedig geborene Vivaldi knapp 500 Konzerte komponiert, weitaus die meisten davon – etwa die Hälfte – für sein eigenes Instrument, die Violine. In der Anzahl folgen dann an zweiter Stelle mit großem Abstand die 39 Fagottkonzerte, danach die 29 Konzerte für Cello und Orchester. Etwa 70 Werke sind für zwei oder mehr Solo-Instrumente geschrieben.
In der aktuellen Klassikzeit präsentieren wir einen winzig kleinen Querschnitt durch die Instrumentalkonzerte Vivaldis, von denen ein Großteil in seiner Zeit als Orchesterleiter am Ospedale della Pietà entstanden ist. Dieses Waisenhaus für junge Mädchen stellte die Musikausbildung der Kinder in den Mittelpunkt, und unter Vivaldis Leitung entwickelte sich das Orchester des Heims zu einem der herausragenden Ensembles seiner Zeit.
Patrick Lemmens