An der Schwelle von der Renaissance zum Barock stehen Giovanni Gabrieli, der am Markusdom in Venedig tätig war, und Girolamo Frescobaldi, der um das Jahr 1600 aus seiner Geburtsstadt Ferrara nach Rom kam und sich dort zu einem der bedeutendsten Komponisten für Tasteninstrumente zu Beginn des 17. Jahrhunderts entwickelte.
In der Zeit des Hochbarocks wirkte ebenfalls in Rom der Violinist und Komponist Arcangelo Corelli, der heute vor allem für seine Triosonaten bekannt ist. Neben Venedig und Rom war auch Neapel ein musikalisches Zentrum Italiens, und dort war am Ende des 17. Jahrhunderts Alessandro Scarlatti als Hofkapellmeister tätig; seine Verdienste als Komponist liegen vor allem im Bereich der Oper und des Concerto Grosso.
Weitere wichtige Vertreter der italienischen Barockmusik sind Tomaso Albinoni, einer der bekanntesten Komponisten in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, Domenico Scarlatti, Sohn von Alessandro und gerühmter Cembalist, sowie Pietro Locatelli, der nach einigen Jahren der Tätigkeit in Rom durch Europa reiste und sich schließlich in Amsterdam niederlassen sollte.
Patrick Lemmens