Georg Philipp Telemann galt zu seiner Zeit als der Großmeister des Barock in Deutschland; Telemann war europaweit bekannter und erfolgreicher als sein Zeitgenosse Johann Sebastian Bach. Beim Konzert in Genval präsentierte B‘Rock die "Don Quixote Suite", in der Telemann in acht Teilen unter anderem den Kampf des spanischen Helden und seines Dieners Sancho Panza gegen die Windmühlen darstellt.
Als zweites Werk stand die "Battalia a 10" des böhmischen Barock-Komponisten Heinrich Ignaz Franz Biber auf dem Programm von B‘Rock. Biber lebte von 1644 bis 1704 und komponierte diese Komposition über eine "Schlacht zu Zehnt" wahrscheinlich vor dem Hintergrund des 30-jährigen Kriegs und seiner enormen Zahl von Opfern unter der Bevölkerung.
Höhepunkt des Konzertabends in Genval war dann die Aufführung der "Vier Jahreszeiten" von Antonio Vivaldi – vier Violinkonzerte, die jedes für sich eine Jahreszeit musikalisch beschreiben und somit eine frühe Form der Programmmusik darstellen. Solist in diesem bekanntesten aller Werke Vivaldis war der Konzertmeister von B‘Rock, Evgeni Sviridov.
Patrick Lemmens