Klassikzeit: Englische Chormusik durch die Jahrhunderte

England hat eine große und sehr alte Tradition des Chorgesanges, verwurzelt in der anglikanischen Kirchenmusik mit ihren zahlreichen Kathedral- und Knabenchören – man denke beispielsweise an die Chöre des King‘s College in Cambridge oder des New College in Oxford.

Big Ben, die Häuser des Parlaments und die Westminster Bridge (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia/jovannig)
Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia/jovannig

Die Kathedralchöre prägten über Jahrhunderte die Gesangstradition in England und inspirieren auch heute noch tausende Amateurchöre in der Stadt und auf dem Land. Schon im Mittelalter setzten die vornehmlich mit Knaben und jungen Männern besetzten Kathedralchöre klanglich die Norm für die englische Vokalmusik, und die Komponisten jener Zeit schrieben ihre Werke in einem ganz spezifischen Stil, der zum Klang der Chöre paßte.

An der Schwelle vom Mittelalter zur Renaissance war John Dunstaple einer der führenden Komponisten von geistlicher Vokalmusik, bevor in der Renaissance Komponisten wie John Dowland oder John Wilbye das englische Madrigal – ein Genre der weltlichen Vokalmusik - zu einer Blütezeit verhalfen.

Von Henry Purcell im Barock über Ralph Vaughan Williams und Gustav Holst bis hin zu Zeitgenossen wie John Tavener und Steve Martland haben fast alle englische Komponisten sich auch dem Chorgesang gewidmet und mitunter Kleinodien geschaffen, die die englische Gesangstradition auch heute noch immer weiter gedeihen lassen.

Patrick Lemmens

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