Die Sinfonische Dichtung entstand in der Epoche der Romantik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Als der eigentliche Schöpfer dieser Gattung gilt Franz Liszt, der die beschreibende Sinfonik von Hector Berlioz in ein einsätziges Orchesterwerk von überschaubarer Länge komprimierte.
Als Untergattung der Programmmusik beschreibt die Sinfonische Dichtung ein außermusikalisches Ereignis oder gewisse Stimmungen mit musikalischen Mitteln. Ein großer Verfechter der Tondichtung als Ausdrucksmittel von konkreten Geschichten war Richard Strauss, der insgesamt neun Sinfonische Dichtungen komponierte. Bis heute gehören diese zu den populärsten Tondichtungen überhaupt.
Vor allem die Komponisten der Romantik und Spätromantik haben Werke in diesem Genre komponiert, weil in dieser Epoche die Beschreibung von Natur und menschlichen Gefühlen und Schicksalen eine der beliebtesten Ausdrucksformen in der Kunst war. Diese Entwicklung war international, deshalb stellen wir in der aktuellen Sendung Sinfonische Dichtungen aus Ungarn, Deutschland, Italien und Finnland vor.
Patrick Lemmens