Philip Glass – Jahrgang 1937 – gilt als einer der Pioniere der sogenannten "Minimal Music", auch wenn der Komponist selbst seinen Stil eher als "Musik mit repetitiven Strukturen" bezeichnet, als "Resultat eines kontinuierlichen Bestrebens der Integration von Harmonie, Melodie und Rhythmus in eine einzige musikalische Ausdrucksweise".
Sein Oeuvre umfasst zahllose Werke in den Bereichen Oper, Konzert- und Kammermusik, Sinfonien und Bühnenmusik. Auch für die Welt des Films hat Philip Glass in seiner mehr als fünf Jahrzehnte langen Karriere zahlreiche Beiträge geliefert, sei es für Kinofilme wie "Hamburger Hill" oder "Die Truman Show", sei es für Dokumentarfilme wie "Koyaanisqatsi" oder "The Fog of War".
2025 hat Philip Glass den "Lifetime Achievement Award" der in Gent ansässigen "World Soundtrack Academy" erhalten. Anlässlich der diesjährigen Ausgabe des Genter Filmfestivals erscheint im Oktober ein Doppelalbum mit Neueinspielungen des Brussels Philharmonic von zahlreichen Highlights aus dem großen Fundus von Glass‘ Filmmusik.
Patrick Lemmens