Klassikzeit: Hommage an Hubert Schoonbrodt

Am Sonntag, 30. April findet um 16:30 Uhr in der Kapelle des Klosters Heidberg ein großes Orgelkonzert in Erinnerung an Hubert Schoonbroodt statt, dessen Tod sich in diesem Jahr zum 25. Mal jährte. Wir erinnern im Gespräch mit Anne Froidebise an den Eupener Musiker.

BRF-Musikredakteur Hans Reul

BRF-Musikredakteur Hans Reul (Bild: Christian Charlier/BRF)

Er war eine der herausragenden Persönlichkeiten des belgischen Musiklebens: Hubert Schoonbroodt. Sei es als Oboist, Organist, Chor- und Orchesterleier, als Pädagoge oder Orgelsachverständiger, Schonnbroodt war in vielen Bereichen einer der wegweisenden Künstler seiner Zeit.

Am 8. August 1941 in Eupen geboren, begann er seine musikalische Ausbildung als Oboist am Konservatorium Verviers und ging dann gleich nach Paris. Parallell dazu studierte er Orgel am Lemmens Institut in Löwen, um dann die Studien bei Pierre Froedebise und danach in Basel an der Schola Cantorum fortzusetzen.

Schon 1962, mit 21 Jahren wurde er zum Nachfolger seines Lehrers Pierre Froidbsie als Organist an das Grand Seminaire in Lüttich berufen und übernahm 1969 auch dessen Orgelklasse am Lütticher Konservatorium. Zehn Jahre später wechselte er in gleicher Funktion an das Brüsseler Konservatorium.

Seit 1964 war Schoonbroodt auch Solo-Oboist des Belgischen Nationalorchesters. Daneben war er als Chor- und Orchesterleiter tätig: 1975 gründete er die Camerata Leodiensis und er dirigierte viele Jahre den Lütticher Universitätschor und das Eupener Männerquartett.

Wegweisend war auch seine Arbeit als Orgelsachverständiger. Hier zeigen sich heute noch die fruchtbaren Folgen seines unermüdlichen Einsatzes für die Restaurierung historischer Orgeln.

Am Sonntag, 30. April erinnern fünf Organisten mit einem Konzert um 16:30 Uhr in der Kapelle des Klosters Heidberg an Hubert Schoonbroodt, der vor 25 Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalls starb. Im Rahmen dieses Konzert wird auch der Hubert-Schoonbroodt-Preis 2017 verliehen.

In der Klassikzeit sprechen wir mit seiner ehemaligen Schülerin und späteren Nachfolgerin als Orgelprofessorin am Lütticher Konservatorium Anne Froidebise.

# Zeit Titel Autor Interpret Label
1 6’19 Plein jeu: 1er couplet

Petite fugue sur le chromhorne: 2ème couplet

Duo sur les tierces: 3ème couplet

Basse de trompette: 4ème couplet

Gloria aus „Messe für die Klöster“

(F.Couperin) Hubert Schoonbroodt an der Orgel Jean-Baptiste Le Picard de L’Abbaye Bénédictine de la Pais Notre-Dame à Liège SCHWANN
2 4’04 Joseph est bien marié aus „Trois Noëls“ (J.F.Dandrieu) Hubert Schoonbroodt, Orgel Glons BLAWETE
3 6’13 Chrombone sur la taille: 5ème couplet

Dialogue sur la Voix humaine: 6ème couplet

Gloria aus „Messe für die Klöster“

(F.Couperin) Hubert Schoonbroodt an der Orgel Jean-Baptiste Le Picard de L’Abbaye Bénédictine de la Pais Notre-Dame à Liège SCHWANN
4 10’28 Allegro, molto moderato aus der „Symphonie concertanto für Orgel und Orchester Op. 81“ (J.Jongen) Hubert Schoonbroodt, Orgel

Orchestre Philharmonique de Liège

Ltg. René Defossez

CYPRES
5 11’57 Fantaisie et fugue in
G-Moll BWV 542
(J.S.Bach) Anne Froidebise, Orgel Thomas Kirche Saint Remacle in Spa BLAWETE
6 7’35 Toccata (moto perpetuo): Allegro moderato aus der „Symphonie concertanto für Orgel und Orchester Op. 81“ (J.Jongen) Hubert Schoonbroodt, Orgel

Orchestre Philharmonique de Liège

Ltg. René Defossez

CYPRES

Hans Reul - Bild: BRF

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