Klassikzeit: „Sax and Crime“ bei der Jungen Deutschen Philharmonie

Keine Sorge: Es geht friedlich und freundschaftlich zu bei der Jungen Deutschen Philharmonie, aber das Programm der Wintertournee des Orchesters reicht von Bernard Herrmanns Musik zu "Taxi Driver" bis zur "West Side Story". Und da gibt es auch Mörderisches. Das Orchester traf sich in Prüm zur Probenphase und ist jetzt auf Tournee in den schönsten Konzertsälen Deutschlands und Österreichs.

Junge Deutsche Philharmonie (Pressefoto: Achim Reissner)

Junge Deutsche Philharmonie (Pressefoto: Achim Reissner)

Beim Besuch der intensiven Probewoche in Prüm führte Hans Reul Interviews mit den Orchestermitgliedern Dorothea Schröder und Stefan Kerstan, dem Dirigenten Ingo Metzmacher und einem der Solisten der Tournee, Frankreichs Starpianist Alexandre Tharaud.

Die Junge Deutsche Philharmonie wurde 1974 von ehemaligen Mitgliedern des Bundesjugendorchesters gegründet. Ganz basisdemokratisch bestimmen die Mitglieder selber das Programm und verwalten ebenso die Struktur. Das Ziel der Musiker zwischen 18 und 29 Jahren war und ist es, eigene künstlerische Ideen umzusetzen.

Bei mehreren Tourneen im Jahr können die Studenten deutscher Musikhochschulen praktische Orchestererfahrung sammeln. Dabei müssen sich Bewerber zunächst in Probespielen qualifizieren. Darüber sprechen wir mit Dorothea Schröder und Stefan Kerstan.

Start der Tournee war am Sonntag in der ausverkauften Kölner Philharmonie. Das Publikum war zurecht begeistert vom Konzert des jungen Orchesters. Sei es in einer wahren Repertoirerarität wie „Panic“ von Harrison Birtwistle mit einem grandiosen Xavier Larsson Paez als Solisten am Saxophon oder in so anspruchsvollen Werken wie dem „Concerto für Jazzband und Sinfonieorchester“ von Rolf Liebermann und den faszinierenden „Sinfonischen Tänzen aus der West Side Story“ von Leonard Bernstein, die Musiker wurden allen Wünschen gerecht. Erst nach zwei Zugaben durften die Musiker glücklich über einen erfolgreichen Tourneestart die Bühne verlassen. Die nachfolgenden Termine führen nach Hamburg (Elbphilharmonie), Wien (Musikvereinssaal), Bamberg, Ludwigsburg und Frankfurt.

Weitere Informationen auf der Webseite der Jungen Deutschen Philharmonie.

A Night-Piece for Orchestra aus „Taxi Driver“
(B.Herrmann)
Los Angeles Philharmonic
Ltg. Esa-Pekka Salonen
SONY CLASSICS

– Prologe (Allegro moderato)
– „Somewhere“ (Adagio)
Symphonic Dances aus „West Side Story“
(L.Bernstein)
Los Angeles Philharmonic Orchestra
Ltg. Leonard Bernstein
DGG

– Scherzo (Vivace leggiero)
– Mambo (Presto)
– Cha-Cha (Andantino con grazia)
– Meeting scene (Meno mosso)
– „Cool“, Fugue (Allegretto)
Symphonic Dances aus „West Side Story“
(L.Bernstein)
Los Angeles Philharmonic Orchestra
Ltg. Leonard Bernstein
DGG

– Rumble (Molto allegro)
– Finale (Adagio)
Symphonic Dances aus „West Side Story“
(L.Bernstein)
Los Angeles Philharmonic Orchestra
Ltg. Leonard Bernstein
DGG

Rhapsody in Blue
(G.Gershwin)
André Previn, Klavier
Pittsburgh Symphony Orchestra
Ltg. André Previn
PHILIPS

Hans Reul

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150