Sommerlektüre #4

In unserer Sommerlektüre-Reihe geht es diesmal um einen Wissenschaftsroman, der vielfach ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Der Österreicher Marc Elsberg veröffentlichte vor fast genau zehn Jahren das Buch „Blackout“. Andreas Ryll hat es schon damals gelesen und seitdem begleitet ihn das Buch immer wieder, auch weil die Thematik von „Blackout“ allgegenwärtig ist.

Buch-Cover Blackout (c) Blanvalet Verlag

Cover (c) Blanvalet Verlag

Ein Stromausfall in weiten Teilen Europas: Licht, Kühlschrank, Telefon, Heizung … nichts geht mehr! Dieses Szenario ist Ausgangspunkt von Marc Elsbergs Roman „Blackout“.

Die eigentliche Inspiration zum Schreiben seines Buchs bekam der Auto durch einen Artikel, in dem es um die Produktion einer elektrischen Zahnbürste ging. Er las, wie weltweit vernetzt die Produktion eines solch harmlosen Produktes ist. Und dabei stellte Elsberg sich die Frage, was wohl passieren würde, wenn Teile dieser vernetzten Produktion ausfielen? Und genau das zeichnet er brilliant nach an dem Beispiel eines völligen Stromausfalls, eines sogenannten Blackouts also.

Er ersinnt sich eine fesselnde hollywoodreife Story rund um den Hauptprotagonisten Pierre Manzano, in der Hacker unser Stromnetz manipulieren. Als Leser ist man direkt von der ersten Seite an in die Handlung involviert. Keine seitenlangen Hinführungen zur eigentlichen Thematik eines Blackouts, sondern über eine simple alltägliche Situation, die jeder nachvollziehen kann, befindet sich der Leser mitten in der Story – und ahnt natürlich, worauf das Ganze hinausläuft.

In Marc Elsbergs Buch geht es um einen europaweiten Stromausfall und die Konsequenzen. Und in der Geschichte berichtet der Autor von technischen Geräten, die den Blackout quasi noch leichter möglich gemacht haben. Geräte, die viele Menschen heute – zehn Jahre nachdem das Buch rauskam – in ihren Häusern als Standard haben und die somit auch über das Internet vernetzt sind. Allgegenwärtig ist die Thematik eines solchen Blackouts natürlich auch, da wir immer mehr Strom konsumieren, siehe beispielsweise die Elektromobilität, Klimaanlagen, Laptops, Smartphones und vieles mehr.

Natürlich ist und bleibt es ein Roman. Elsbergs Protagonist Manzano erlebt schon äußerst bedrohliche Szenarien, die weit über den harmlosen Ausfall des eigenen Fernsehers hinausgehen. Wer Blackout liest, wird mit spannender Unterhaltung belohnt – soviel ist sicher.

Wer noch etwas warten möchte: Marc Elsbergs Roman ist jetzt aktuell verfilmt worden als Serie für JOYN und Sat1 – unter anderem mit Moritz Bleibtreu in der Rolle des Pierre Manzano -, außerdem werden Jessica Schwarz, Francis Fulton Smith und Heiner Lauterbach mit dabei sein. Start der Serie soll bereits im Herbst sein.

Marc Elsberg: Blackout
832 Seiten, 12,00 Euro
ISBN 978-3-442-38029-9

Erschienen im Blanvalet-Verlag. Erhältlich gebunden, als Taschenbuch, E-Book oder auch als Hörbuch.

Andreas Ryll