Young Woods aus Eupen beim EJFF in Genk

Eupen ist zwar nicht Brooklyn, "aber als Location in Ordnung", sagt der Rapper Jackson Filemon, der sein Video unter anderem im Eupener Tunnel gedreht hat. Zu Gast in der Lifeline.

Jackson Filemon alias Young Woods

Für die vierte Auflage des Euregionalen Jugendfilmfestivals EJFF am 30. Januar in der ehemaligen Kohlenzeche C-mine in Genk sind 65 Kurzfilme eingesandt worden. Von den 65 Einsendungen nominierte eine professionelle Jury 22 Beiträge, die im benachbarten Multiplexkino Euroscoop auf großer Kinoleinwand gezeigt wurden. Das EJFF verleiht Preise in sechs Kategorien, wobei in einigen Kategorien auch nochmals das Alter entscheidend ist. Auch gibt es einen Sonderpreis der Jury sowie einen Preis, den eine Jugendjury ermittelt hat. In diesem Jahr öffnete das EJFF auch erstmals die Grenzen für Teilnehmer außerhalb der Euregio. So erreichten die Jury einige Einsendungen aus Frankreich und Großbritannien, die in der neuen Kategorie „international“ antreten konnten. Erstmals wurde auch eine eigene Kategorie für Filmstudenten ins Leben gerufen.

Das Medienzentrum als Partner ist stolz darauf, dass acht Beiträge von Jungfilmern aus der DG eingereicht wurden. Davon kamen zwei Beiträge in die Endauswahl: der Beitrag vom Raerener Max Peters (der als Maxam mit seinem Titel „Ein wahres Wort“ in der BRF1-Hitparade vertreten ist) und das Musikvideo „L’enfer c’est les autres“ vom Eupener Jackson Filemon.

Europäisches Jugendfilmfestival 2016Zur Unterstützung waren auch Schüler der KAE und der BS St. Vith, Schüler von PDS und RSI, Einzelteilnehmer und ein Team von Shamys Videowerkstatt nach Genk mitgefahren. Mehr Infos gibt es auf ejff.eu. Die nächste Ausgabe des EJFF, das zur festen Größe für Nachwuchsfilmer der Region geworden ist, wird 2018 wahrscheinlich in der DG stattfinden.

Jackson Filemon war am 3. Februar zu Gast in der BRF1-Lifeline. Auch wenn er nicht gewonnen hat, so ist der gebürtige Angolaner, der seit zwei Jahren in Eupen lebt und an der RSI zur Schule geht, stolz auf seinen Beitrag. Zum Rap ist er ein bisschen aus Langeweile gekommen, aber hat dann schnell festgestellt, dass es seine Musik ist. Sein Vater hat ihn darin bestärkt.

Er hat sich den Künstlernamen Young Woods in Anlehnung an Chevy Woods von der Taylor Gang zugelegt. Musikalisch ist Stromae sein Vorbild und für seinen Song „L’enfer c’est les autres“ hat er den Old School Beat vom „alten“ französischen Rapper Booba übernommen. Den Dreh hat Manuel Houben von der PDS gemacht und die 2TipsCrew hat fleißig gesprayt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Das Interview in der BRF1-Lifeline mit Charles Dosquet zum Nachhören

 

 

Renate Ducomble, Fotos Medienzentrum und BRF

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