Klick sicher: Bright Eye Challenge 

Eine neue Challenge sorgt nicht nur in der englischsprachigen Presse für Wirbel, weil sie zu gefährlichen Verletzungen führen kann. Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen hat recherchiert, was es mit dieser Challenge auf sich hat. 

Bright Eye Challenge (Screenshot YouTube)

Bright Eye Challenge (Screenshot YouTube)

Challenge, also Herausforderungen, gab es in den sozialen Netzwerken schon einige, die meisten davon waren harmlos. Sie können sich vielleicht noch an die  Blue Whale Challenge erinnern, die 2017 für großes Aufsehen sorgte.

In der Zwischenzeit wurden neue, besorgniserregende Herausforderungen entdeckt, so aktuell nun die „Bright Eye Challenge“, was übersetzt „strahlende Augen“ bedeutet. In den Videos werden junge Mädchen gezeigt, die versuchen, mit Hilfe von Bleichmitteln ihre Augenfarbe zu verändern.

Verbreitungsplattform ist diesmal die Video-Sharing Plattform „TikTok“. Hier veröffentlichen meist jugendliche Nutzer ihre neuesten, selbstgedrehten Videos. Die Herausforderung von „Bright eye“ besteht darin, einen Plastikbeutel mit einer Mischung aus Handdesinfektionsmittel, Bleichmittel, Rasierschaum und Gelee zu füllen und sie eine Minute lang an einem Auge zu halten. Die entsprechenden Videos zeigen junge Mädchen, bei denen der Trick anscheinend tatsächlich funktionieren soll.

Irreparable Schäden

Da die App „TikTok“ besonders von Jugendlichen frequentiert wird, besteht die Gefahr, dass ein Minderjähriger versucht, den gezeigten Trick  nachzuahmen. In manchen Videos wird man sogar aufgefordert, die Herausforderung anzunehmen. Bedenklich vor allen Dingen, wenn die Darstellerin einige tausend Follower hat.

Ärzte warnen natürlich vor dieser Challenge, da es zu irreparablen Schäden kommt, wenn nur kleinste Mengen dieser selbstgemixten Flüssigkeit ins Auge geraten. Dies kann u.a. zur dauerhaften Schädigung des Sehvermögens führen. Tatsache ist, dass man die Augenfarbe nicht verändern kann. Die Erfinderin der Challenge hat ein zweites Video veröffentlicht, wo sie zugibt, dass es sich um eine Täuschung handelte und sie eine Software benutzt hat, um das Video nachzubearbeiten. Trotzdem gibt es genug Nachahmer, die zu dieser gefährlichen Challenge aufrufen oder sich daran beteiligen.

Infos: Danny Loos, Föderale Kriminalpolizei Eupen

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150