Kompass: Austauschprogramm „Québec-Wallonie“

Neben Programmen, die es Jugendlichen ermöglichen, Erfahrungen im In- und Ausland zu sammeln, gibt es auch das Austauschprogramm „Québec-Wallonie“. Was genau sich hinter dem Programm verbirgt, erklärt Johanna Knops vom Jugendbüro.

Austauschprojekt Québec-Wallonie: Grüner Kreis in Toronto (Foto Jugendbuero, 2015)

Austauschprojekt Québec-Wallonie: Grüner Kreis in Toronto (Foto Jugendbuero, 2015)

Programm „Québec-Wallonie“

Das Austauschprogramm „Québec-Wallonie“ ist eine Zusammenarbeit zwischen der Region Québec in Kanada und der Französischsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Es wurde schon 1984 auf die Beine gestellt und soll Jugendlichen beider Länder einen kulturellen Austausch ermöglichen. Auch wenn beide Regionen die gleiche Sprache teilen, sind sie kulturell durchaus unterschiedlich und die Förderung von Projekten soll den Jugendlichen die Chance geben ihren eigenen Horizont zu erweitern.

Da sich das Programm ursprünglich vor allem an Frankophone richtete, ist der Erwerb von Sprachkompetenzen eher nebensächlich. Die Motivation, auch für die interessierten Jugendlichen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft sollte in erster Linie darin liegen, dass man in Québec etwas lernen, erfahren oder aufbauen möchte. Die kulturelle Weiterentwicklung steht also im Vordergrund.

Projektformen

Das Programm bietet drei verschiedene Projektformen, diese nennen sich Cursus, Curriculum und Contacts.

  • Der Cursus können sich Studenten oder Auszubildende im Alter von 18 bis 30 Jahren weiterbilden oder spezialisieren. Sie können zum Beispiel ein Praktikum durchführen oder an Kolloquien, Seminaren oder einem Studentenaustausch teilnehmen. Die Dauer des Aufenthalts kann zwischen sieben Tagen und einem Jahr betragen.
  • Das Curriculum richtet sich hauptsächlich an Jungunternehmer, die auf diese Art Geschäftskontakte knüpfen wollen oder aber an junge Arbeitnehmer, die ihre Fertigkeiten nach abgeschlossener Ausbildung erweitern möchten. Möglichkeiten sind hier Netzwerkbildung, der Austausch mit Fachleuten oder auch ein Praktikum.
  • Die Möglichkeit Contacts ist für Gruppen entwickelt worden, die einen bis zu 14-tägigen Aufenthalt organisieren können. Dieser soll gemeinsam mit einer Gruppe vor Ort geplant werden und ein bestimmtes Thema haben. Ob zum Beispiel das Einstudieren eines Theaterstücks oder die Durchführung eines Umweltprojektes vor Ort. Bis zu zehn Jugendliche im Alter von 16 bis 30 Jahren können mitfahren.

Finanzielle Unterstützung

Für eingereichte Projekte gibt es eine Reisepauschale von 800 Euro und eine Reiseversicherung. Das deckt natürlich nicht die k ompletten Unkosten, aber zumindest einen Teil.Dafür gibt es zum Beispiel auch noch Unterstützung bei der Planung eines Projekts und der Beantragung der entsprechenden Visa.

Kontaktstelle

Für die Jugendlichen aus der DG sind zunächst einmal wir im Jugendbüro Ansprechpartner und beraten und helfen gerne weiter. Letztendlich geht der Antrag dann zu unseren Kollegen im Brüsseler Jugendbüro, dem BIJ, und wird dort bearbeitet und im Idealfall auch genehmigt.

Mehr Infos auf jugendinfo.be

Infos und Foto: Johanna Knops, Jugendbüro

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