Klick sicher: Was weiß Facebook über mich?

Seit einiger Zeit kann man seine eigenen Daten bei Facebook herunterladen. Facebook möchte angesichts der kürzlich in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung und wegen des angeschlagenen Images mehr Transparenz zeigen. Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen findet das eine gute Sache

Facebook

Was hat Facebook gespeichert?

Wir hatten vor einigen Jahren über die Facebook-App auf Android berichtet, die sich sehr viele Rechte auf dem Smartphone einräumt. Dabei war die App im Stande, die ein- und ausgehenden SMS-Nachrichten zu lesen. Facebook hatte aber damals versichert, dass es lediglich darum ging, den Aktivierungscode zu erfassen.

Nun hat man aber seit einigen Wochen die Möglichkeit, eine Kopie seines Facebook-Profils herunterzuladen. Dafür muss man in den Einstellungen gehen und im linken Rand die entsprechende Auswahl treffen. Man kann anschließend bestimmen, was man herunterladen möchte und für welchen Zeitraum. Man erhält dann einen Überblick darüber, was Facebook über mich auf seinen Servern gespeichert hat.

Entwickler aus Neuseeland wollen jetzt herausgefunden haben, dass Facebook zwischen November 2016 und Juli 2017 die SMS-Nachrichten sowie den Verlauf der Gespräche auf gewissen Android-Smartphones aufgezeichnet hat. Dazu gehörten Datum und Uhrzeit, Name, Länge der Gespräche und ob eine Nachricht gesendet oder empfangen wurde.

Wie kam das ans Tageslicht?

Die Entwickler haben einen Selbstversuch gemacht und mit Hilfe der eben beschriebenen Methode die eigenen Daten bei Facebook heruntergeladen. Dabei haben sie im Verzeichnis „call and messages„ die Liste mit den Anrufen und SMS- Nachrichten entdeckt. Und sie waren nicht die einzigen, auch andere Android Nutzer machten die gleiche Entdeckung! Die Speicherung erfolgte aber nur auf Smartphone bis Android Version 4.1. und das ohne jegliche Zustimmung seitens des Nutzers. Erst 2017 wurde diese Möglichkeit deaktiviert.

Übrigens geht Apple den gleichen Weg, über einen bestimmten Link kann man seine Daten herunterladen, sie korrigieren oder seinen Account deaktivieren bzw. löschen. Die Internetdienstleister sind gezwungen mehr Transparenz zu zeigen, eine durchaus lobenswerte Sache, bei der die eine oder andere Peinlichkeit zum Vorschein kommen kann.

Links

facebook.com/settings

twitter.com/dylanmckaynz/status/

privacy.apple.com

Infos: Danny Loos, RCCU Eupen

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150