Verbraucher: Roaminggebühren

Das ist keiner alter Hut, denn es gibt weiterhin noch Roaming-Fallen. Bernd Lorch von der VSZ Ostbelgien sagt uns, wie diese vermieden werden können.

Verbraucherschutz Roaming (Illustrationsbild: Lionel Bonaventure, AFP)

Verbraucherschutz Roaming (Illustrationsbild: Lionel Bonaventure, AFP)

Seit mehr als einem Jahr gibt’s keine Roaminggebühren mehr. Denn wer im Ausland telefoniert, Textnachrichten versendet oder das Internet nutzt, bezahlt keine zusätzlichen Gebühren mehr, aber es gibt sie trotzdem noch, die Roaminggebühren.

Aber für den einen oder anderen, der jetzt in den Sommermonaten in Urlaub war, so zum Beispiel in Italien und durch die Schweiz gefahren ist, der dürfte schon mal große Augen machen.

EU ist nicht gleich Europa.

Wenn ich zum Beispiel mit dem Wagen von Eupen nach Italien fahre und mein Weg führt durch die Schweiz, dann muss ich auf jeden Fall die mobile Datenverbindung deaktivieren, da sonst durch den Empfang von E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten Kosten anfallen können und das nicht zu knapp.

Mit anderen Worten: die Regelung „Roaming zu Inlandspreisen“ gilt nur für EU-Mitgliedsländer sowie für Island, Liechtenstein und Norwegen. Aber beispielsweise nicht für die Schweiz, Monaco, Andorra und den Vatikan. Also man kann nicht oft genug auf diese Tatsache hinweisen.

Versteckte Roamingfallen

Wenn ich zum Beispiel eine Kreuzfahrt mache. Auf hoher See gelten weder die EU-Roaming-Verordnung noch die speziellen Reisepakete der Mobilfunkanbieter. Viele Kreuzfahrtschiffe greifen auf satellitenbasierte Mobilfunktechnik zurück und da sind die Kosten ziemlich hoch.

Das gleiche kann aber schon in Hafennähe geschehen, dass mein Handy oder Smartphone sich in andere Netze einloggen möchte, wo dann Roaminggebühren anfallen können. Deshalb da auf jeden Fall die mobile Datenfunktion deaktivieren und ebenso auch die automatische Netzwahl in den Einstellungen des Handys.

Viel im Ausland

Das betrifft hier vor allen Dingen viele Grenzgänger, dann kann mein Mobilfunkanbieter mir zusätzliche Roaminggebühren auferlegen. Da gibt es zwar eine Obergrenze, aber das läppert sich dann mit der Zeit.

Was viele machen ist, sich für einen Mobilfunkanbieter zu entscheiden, wo man seine Arbeitsstelle hat, in dem Fall im Ausland, wenn man denn auf sein Handy oder Smartphone für die Arbeit angewiesen ist. Also dann hat man praktisch eine SIM-Karte aus dem Land, wo man arbeitet.

Es gibt auch welche, die haben dann ganz einfach zwei Mobilfunktelefone. Oder andere loggen sich im Ausland auf ihrem Arbeitsplatz über Wifi ein und können somit zu kostengünstigen Preisen telefonieren, surfen und simsen. Also das ist das gleiche, was man ja auch im Urlaub macht.

Weitere Infos gibt es auch im Netz unter vsz.be

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien

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