Kompass: Cyber-Mobbing

In der Schule, am Arbeitsplatz, im Verein,... überall wo Menschen aufeinander treffen und miteinander wirken, gibt es eine Plattform für Mobbing. Ramona Mausen vom JIZ hat sich mit den Ursachen und Folgen befasst.

Laptop (Foto: Stephan Engler, Belga)

Was ist Mobbing?

Das Wort kommt aus dem Englischen: „to mob“ bedeutet schikanieren, anpöbeln. Unter Mobbing versteht man also einen über einen längeren Zeitraum anhaltenden psychischen oder physischen Angriff auf eine Person. Es kommt zu Ausgrenzen, Demütigungen, Quälereien, Drohungen, usw.

Beim Cybermobbing wird das Schikanieren, die Anspielungen und Verletzungen über verschiedene elektronische Kommunikationsmittel betrieben, wie z.B. Fotos im Internet, Angriffe in einem Chatraum oder per SMS.

Wie und warum entsteht Mobbing?

Die Person, die gemobbt wird, kann zufällig oder gezielt zum Opfer werden. Vielleicht hat sie einen Anlass gegeben, warum sie zur Zielscheibe wurde, wie z.B. durch einen Streit. Am Arbeitsplatz kann der Grund sein, dass man die Person aus dem Betrieb ekeln will. Es kann aber auch sein, dass der Jugendliche oder Erwachsene nur zur falschen Zeit am falschen Ort ist und dann die passende Angriffsfläche oder den passenden Sündenbock bietet.

Gründe, warum jemand mobbt, gibt es viele, wie z.B. aus Angst nicht ausreichend beachtet zu werden, um seine Macht und seine Überlegenheit auszunutzen, um ein Ventil für angestaute Aggressionen zu haben, usw.

Es kann also auch sehr gut sein, dass man gar nicht weiß, warum man eigentlich gemobbt wird.

Was sind mögliche Folgen?

Die körperlichen Angriffe führen zu offensichtlichen Verletzungen und Wunden. Aber auch die Psyche und die Seele leiden, was nicht so leicht zu erkennen ist. Häufig treten dadurch Symptome wie Kopfschmerzen, mangelndes Selbstbewusstsein, Schlafstörungen, Depressionen, Konzentrationsstörungen, uvm. auf.

Und aus gesetzlicher Sicht?

Mobbing wird strafrechtlich verfolgt. Täter können wegen Belästigung, Beleidigung, Erpressung, usw. bestraft werden. Auch Minderjährige, die andere mobben, müssen mit Konsequenzen rechnen.

Hilfe

Wichtig ist es, nicht nur die Folgen zu behandeln, sondern auch die Ursachen zu bekämpfen. Wer gemobbt wird, sollte dies nicht einfach ignorieren und über sich ergehen lassen, sondern sich klar äußern und dem Angreifer etwas entgegensetzen wie z.B. eine aufrechte Haltung und eine starke Stimme, die keine Angst zeigt. Nützt dies nichts gibt es zahlreiche Anlaufstellen um Hilfe zu bekommen: z.B. beim Jugendhilfedienst, Kaleido-Ostbelgien, BTZ (dem Beratungs- und Therapiezentrum) oder auch bei der Polizei.

Diese und weitere Infos sowie interessante Links sind auf der Internetseite der Jugendinformationszentren unter jugendinfo.be zu finden

Infos: Ramona Mausen, JIZ, Illustrationsbild: Stephan Engler, Belga

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