Verbraucher: Klimaschutz

Der Kampf gegen den Klimawandel wird auf verschiedenen Ebenen gefochten. Von der Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen zum BNE-Forum „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im saarländischen Braunshausen. Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale mit Zahlen und Fakten.

Weltklimakonferenz 2018: UN-Generalsekretär Antonio Guterres bei der Eröffnugnsrede (Foto: Janek Skarzynski, AFP)

Weltklimakonferenz 2018: UN-Generalsekretär Antonio Guterres bei der Eröffnugnsrede (Foto: Janek Skarzynski, AFP)

Die Weltklimakonferenz im polnischen Katowice Dezember 2018 hat wieder gezeigt, dass die Herausforderungen zum Klimaschutz enorm sind. BRF-Bericht Und trotzdem hält sich das Gerücht, der Klimawandel ist doch gar nicht so schlimm und nicht von Menschen gemacht.

BNE-Forum zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Herausgekommen ist, dass nur Fakten zählen. Das Problem ist, dass Fake News immer wieder gerne die Runde machen. Den meisten Menschen ist klar, dass der Mensch zum Klimawandel beiträgt. Doch die wenigen, die daran zweifeln, sind schwer vom Gegenteil zu überzeugen.

Einer, der in Braunshausen im Saarland auf dem BNE-Forum mit Fake News aufgeräumt hat, war Martin Fliegner. Er ist Geograph und Wissenschaftler und hat in seinem Vortrag nur Fakten und Zahlen genannt. Das war sehr beeindruckend und auch beängstigend.

Der Vortrag war beeindruckend, weil er zunächst mal den Klimawandel anhand von Satellitenbildern, Zahlen und Fakten erklärt hat. Er hat zum Beispiel die Erderwärmung der letzten 200 Jahre vorgestellt und die ist tatsächlich von Menschen gemacht, auch wenn es sich nur um ein Grad handelt. Da könnte man sagen, ein Grad Erderwärmung ist ja so gut wie nichts, aber dann hat er aktuelle Satellitenbilder mit Bildern vor 30 Jahren verglichen und die Folgen genannt.

Und die sind beängstigend. Da hat man beispielsweise die Gletscherschmelze im Himalaya gesehen und die jährlichen Auswirkungen auf das Land Bangladesch, das heute schon unter zahlreichen Überflutungen leidet. In diesem Zusammenhang hat er denn auch die möglichen Folgen beschrieben, und da hat so manch einer im Plenum schlucken müssen. Da ging es um Klimaflüchtlinge, Hungersnöte und zerstörte Existenzen.

Hitzesommer 2018

Bleiben wir mal hier in unserer Region. Der Hitzesommer 2018 war für die einen endlich mal ein richtiger Sommer und für die anderen einfach zu trocken. Was sagt der Klimaexperte dazu?

Martin Fliegner hat ganz gut erklären können, warum dieser heiße Sommer auch hier in Mitteleuropa nicht bloß eine Wetterschwankung war, sondern Teil der globalen Erwärmung ist. Ihm war aber vor allen Dingen wichtig, Fakten aufzuzählen und nur darum geht es.

Lösungsmodelle

Es gibt die klassischen Lösungen, die wir hier schon oft genannt haben, wo jeder Verbraucher sein Scherflein beitragen kann, als da wären:

Flugreisen einschränken, mehr öffentliche Verkehrsmittel nutzen, weniger Fleisch essen, dafür mehr Gemüse und Obst aus biologischem und regionalem Anbau, und so weiter und so fort…

Aber es ging in Braunshausen noch um mehr und zwar um Bildung für nachhaltige Entwicklung. Frau Professor Ute Stoltenberg war da ziemlich kompromisslos: Sie hatte nur eine Vision im Gepäck und die heißt Bildung für nachhaltige Entwicklung auf allen Ebenen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung hinterfragt zum Beispiel, welche Auswirkungen haben meine Entscheidungen auf Mensch und Umwelt. Wenn ich beispielsweise im Supermarkt einkaufe oder mit dem Auto fahre, statt den Bus zu nehmen, über Amazon etwas bestelle: Da gibt es hunderte von Beispielen.

Das Konzept dient dazu auf der einen Seite Themen wie Klimaschutz, Energie, Ernährung, Mobilität oder Konsum auf ihre sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimensionen zu analysieren und zu verstehen. Und auf der anderen Seite fördert es auch die Gestaltungskompetenz durch aktive und demokratische Methoden.

Auf diesem Forum ist sehr deutlich geworden, dass wir für das Wohl unserer Welt und das zukünftige Wohl unserer Kinder und Enkelkinder keine Zeit mehr verlieren können und dürfen.

Weitere Infos finden Sie auch im Netz unter vsz.be.

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150